Dienstag, 26. November 2002

USA: Steile Zunahme von Übergriffen auf Moslems

  • Am stärksten betroffene Minderheit sind Schwarze

Die Zahl gewaltsamer Übergriffe auf Angehörige der islamischen Minderheit in den USA hat nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dramatisch zugenommen. Nach den am Montag vom FBI veröffentlichten Zahlen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 481 so genannter "Hate Crimes" an Moslems verübt. Ein Jahr zuvor gab es erst 20 solcher Fälle.

Die Gesamtzahl der Straftaten aufgrund von rassistischen, religiösen, nationalen oder sexuellen Vorurteilen kletterte 2001 um 20 Prozent auf 9.730. Dabei reicht die Art der Verbrechen von der aggressiven Einschüchterung über Brandstiftung bis zum Mord.

Die am stärksten betroffene Minderheit waren Schwarze (2.899 Fälle). Homosexuelle waren in 1.400 Fällen betroffen. Weiße wurden aufgrund ihrer Hautfarbe 891 Mal attackiert. Stark zugenommen hat auch die Zahl der ethnisch motivierten Hate Crimes gegen Menschen, die in keine der anderen Kategorien fallen. In dieser Statistik, die auch Personen aus dem Nahen und Mittleren Osten umfasst, gab es einen Zuwachs von 354 auf 1.501 Fälle.

26.11.2002 09:03