100.000 Demonstranten protestieren gg. Privatisierung
- Fluglotsen streiken in F: Tausende Flüge betroffen
- Österreich: Bis auf 2 Jets alle Flüge nach Frankreich gestrichen

Bei einem nationalen Streiktag haben in Frankreich mehr als 100 000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für sichere Arbeitsplätze und gegen Privatisierungen demonstriert. Sie legten den Nahverkehr in großen Städten teilweise und den Flugbetrieb der Air France nahezu völlig lahm. Auf der größten Demonstration in Paris gingen am Dienstag nach den Angaben der Gewerkschaften etwa 70 000 Mitarbeiter von Eisenbahn, Elektrizitätswerken, der Post und des Bildungswesens auf die Straße.
Der Nah- und der Zugverkehr war in Städten wie Toulouse, Bordeaux und Marseille durch die Aktionen stark behindert. Auch in der Hauptstadt Paris wurde der Metro-Betrieb massiv gestört.
Ein bis Mittwochmorgen andauernder Streik französischer Fluglotsen hat einen Großteil des Flugverkehrs zwischen Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern lahmgelegt. Am Pariser Flughafen Orly waren am Dienstag 90 Prozent aller Kurz- und Mittelstreckenflüge gestrichen, am Flughafen Charles de Gaulle waren etwa 80 Prozent der Flüge. Auch nahezu alle großen deutschen Flughäfen waren davon betroffen.
Der Aktionstag der Gewerkschaften richtete sich gegen geplante Privatisierungen und Unsicherheit bei den Renten. Er wurde auch als erster größerer "Sozialtest" für die Regierung des konservativen Premierministers Jean-Pierre Raffarin betrachtet. Dieser hatte nach der raschen Beendigung des Lastwagenfahrer-Streiks am Montag in der Öffentlichkeit Punkte gesammelt. Raffarin habe die richtige Mischung von Verständnis und Autorität gezeigt, hieß es in den Pariser Medien. Die Lastwagenfahrer hatten nach den Drohungen der Polizei, ihnen den Führerschein zu entziehen, ihre Blockade-Aktionen am Abend beendet.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
