Brite starb nach Tollwut-Infektion
Erster Tollwutfall beim Menschen in Großbritannien seit 100 Jahren
Ein schottischer Naturschützer ist am Sonntag an Tollwut gestorben. Der Mann war der erste Mensch seit 100 Jahren, der in Großbritannien an Tollwut erkrankte. Der Erreger wurde bei dem Biss einer Fledermaus übertragen, wie ein Sprecher der zuständigen Gesundheitsbehörde in London mitteilte. Bei dem Toten handele es sich um David McRae, der sich seit Jahren für Fledermäuse einsetze, hieß es. McRae starb am Abend in einem Krankenhaus im ostschottischen Dundee.
Er hatte sich den Angaben zufolge mit dem "Europäischen Fledermaus-Lyssavirus" (EBL) infiziert, der in mehreren nordeuropäischen Ländern vorkommt. Seit 1977 sind in Europa drei Menschen nach einer EBL-Infektion gestorben. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Erreger zu infizieren, wird allgemein als gering eingeschätzt. Großbritannien gilt als tollwutfrei. Das letzte Mal, dass ein Tollwut-Erreger bei einem Menschen nachgewiesen wurde, war im Jahr 1902.
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