Neue Umfrage: Haider soll sich zurückziehen
- 52 Prozent bevorzugen eine Koalition von ÖVP und SPÖ
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Umfrage: 91% für Rückzug Haiders!
Die Österreicher sind mit dem Wahlergebnis zufrieden! Und sie wissen auch schon, was für eine Regierung sie nun wollen, eine Koalition zwischen ÖVP und SPÖ nämlich. Zu diesem Ergebnis kam nun eine neue market-Umfrage. Ein weiteres Detail: 91 Prozent wollen Jörg Haider nicht mehr in der Bundespolitik sehen.
52 Prozent der Österreicher bevorzugen laut market eine schwarz-rote Koalition, nur 16 Prozent würden für Schwarz-Blau eintreten. Zwölf Prozent stimmen für Schwarz-Grün. Eine Konzentrationsregierung wünschen sich demnach neun Prozent.
Jörg Haider soll sich fern halten
In jedem Fall sind die Österreicher dagegen, dass Jörg Haider in die Bundespolitik zurückkehrt. Dies meint eine überwältigende Mehrheit von 91 Prozent. 57 Prozent wiederum meinten, sie würden der FPÖ raten, in Opposition zu gehen. Nur 29 Prozent würden den Ratschlag geben, dass die Freiheitlichen in der Regierung bleiben.
Mit dem Wahlausgang sind die Österreicher zufrieden. 26 Prozent sind "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis, 34 Prozent "zufrieden". Nur 20 Prozent sind wenige rund 16 gar nicht zufrieden.
Zweites Gespräch kommende Woche
Rund zwei Stunden dauerte das erste Gespräch zwischen SP-Chef Gusenbauer und ÖVP-Obmann Schüssel. Anfang nächster Woche wird das zweite Sondierungsgespräch - diesmal mit den Verhandlungsteams - folgen. Gusenbauers Bedingung - dem Kassasturz - hat Schüssel uneingeschränkt zugestimmt. Auch in anderen Bereichen seien die Gespräche "tief greifend" gewesen. Ob Gusenbauer, wie das jüngste Gerücht sagt, doch Vizekanzler werden könnte, dementierte der SPÖ-Chef nicht.
Kassasturz mit Prognose
Darin müssten auch die neuesten Konjunkturprognosen beinhaltet sein. Von tatsächlichen Koalitionsverhandlungen sei man aber noch weit entfernt. Es sei lediglich ein erstes Sondierungsgespräch, welche die ÖVP auch mit den Grünen und der FPÖ abhalten werde. Grundsätzlich zeigte sich Gusenbauer mit dem Gesprächsverlauf zufrieden. Man habe eine umfassende Diskussion über die aktuelle Situation und die Herausforderungen der Zukunft geführt. In einigen Bereichen sei es sogar zu einem "tief greifenden Gespräch" gekommen. So habe man sich etwa über die Probleme des Arbeitsmarktes, die Sicherung der sozialen Systeme oder über das Pensionssystem unterhalten.
Themenliste vereinbart
Vorerst sei einmal vereinbart, dass Schüssel der SPÖ noch heute eine Themenliste für die erste "inhaltliche Generaldebatte" übermittle. Die SPÖ werde sich Schüssels Vorschläge ansehen und gegebenenfalls um eigene Themen ergänzen. Beim Thema Kassasturz habe es keine Meinungsverschiedenheiten gegeben, da klar sei, dass man vor Koalitionsverhandlungen über den budgetären Verhandlungsspielraum Bescheid wissen müsse.
Gusenbauer jetzt doch für Schwarz-Rot?
Zur jüngsten Meldung, wonach sich Gusenbauer im FSG-Präsidium bereits relativ klar für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei ausgesprochen habe, gab sich der SPÖ-Vorsitzende bedeckt. Man könne davon ausgehen, dass "alle Andeutungen von welcher Seite auch immer nicht der Realität entsprechen". Gusenbauer verwies einmal mehr darauf, dass ÖVP und FPÖ im Parlament weiterhin über eine Mehrheit verfügen würden. Für Koalitionsäußerungen sei es noch zu früh. Die SPÖ sei lediglich bereit auf Basis ihres Wahlprogrammes Gespräche zu führen.
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