ORF-Lindner für Erhöhung der Rundfunkgebühren
- Wahlberichterstattung "billig", weil Hauptdarsteller kostenlos
- Ab 2004 mehr Geld nötig

ORF-Generaldirektorin Monika Lindner spricht sich für eine Erhöhung der Rundfunkgebühren ab 2004 aus. Diesen Wunsch erneuerte Lindner Montagmittag bei einer Veranstaltung der Raiffeisen Zentralbank (RZB) in Wien, an der prominente Vertreter aus der Wirtschaft teilnahmen.
"Sehr zufrieden" zeigte sich die ORF-Chefin über die Wahlberichterstattung des öffentlich-rechtlichen Senders. Die Quoten vom Wahltag selbst bezeichnete sie als "überirdisch". Die Gesamtkosten für die Wahlberichterstattung des ORF hätten 835.000 Euro betragen. "Unterm Strich ist das ein billiges Programm, weil sich die Hauptdarsteller quasi kostenlos zur Verfügung stellen", so Lindner. "Überrascht" zeigte sie sich darüber, dass es rund um den Wahlkampf so gut wie keine Interventionen im ORF gegeben habe. Nachdem die Spielregeln aufgestellt worden seien, hätten sich alle Parteien "sehr diszipliniert" benommen.
Abwiegeln im Streit mit ATV
Zum Streit mit dem Privatsender ATV - es geht um die Erstellung und Nutzung von ORF-Sendeanlagen durch ATV - meinte Lindner, dass es dem ORF nicht um "Verhinderung" gehe. Der Zeitplan dafür sei jedoch "zu knapp bemessen". Von Seiten des ORF gebe es aber das "Angebot, bis Mai die größten Sender fertig zu stellen und bis Herbst die kleineren".
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