Tiroler Schüler warteten nicht auf Gondel - Lawine
- Zwei Verletzte am Stubaier Gletscher

Eine längere Warteschlange bei einer Gondelbahn am Stubaier Gletscher ist zwei Schülern am Sonntagnachmittag zum Verhängnis geworden: Die zwei Innsbrucker wollten sich zur Talfahrt nicht anstellen und lösten bei der Abfahrt im freien Gelände eine Lawine aus. Beide Schüler wurden verletzt.
Ursprünglich hatten die beiden Schüler im Alter von 15 und 16 Jahren vorgehabt, um etwa 16.00 Uhr mit der Gondel von der Dresdnerhütte talwärts zu fahren. Trotz mangelnder Kenntnis des Geländes, schlechter Sicht und starkem Wind fuhren sie kurz entschlossen in den freien Alpinraum unterhalb der Dresdnerhütte ein. Im etwa 40 Grad steilen Gelände auf einer Seehöhe von 2.200 Meter löste der 16-jährige Snowboarder ein etwa 30 Meter breites Schneebrett aus. Er rutschte ungefähr 100 Meter ab und blieb -zunächst unverletzt- am Auslauf der Lawine liegen. Der 15-jährige Schüler kam mit seinen Snowblades im Bereich des Abrisses zum Sturz. Dabei überschlug er sich im steilen und schorfigen Gelände mehrmals.
Der 15-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades im Bauchbereich. Bei Hilfeleistungen für seinen Freund verletzte sich der 16-Jährige am Knöchel. Von einem Rettungshubschrauber wurden die Verunglückten trotz böigen Windes ins Krankenhaus geflogen.
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