Montag, 25. November 2002

Vorbereitungen zu Bundesheermanöver im Waldviertel

  • 200 Soldaten erkunden Gelände für "Felsenberg 2003"

"Felsenberg 2003" heißt die größte Bundesheerübung des kommenden Jahres, die vom 2. bis 11. April im Waldviertel angesetzt ist. Die Übungsannahme klingt spannend: Kampland will von Rotland (OÖ) unabhängig werden. Rotland besetzt die rebellische Provinz. Blauland (Hollabrunn und Horn) interveniert nach einer UNO-Resolution...

In Vorbereitung darauf sind in dieser Woche - von heute, Montag, bis Donnerstag - 200 Soldaten mit 100 Räderfahrzeugen im Gebiet unterwegs, um Erkundungen und Behördenabsprachen vorzunehmen.

Die 3. Panzergrenadierbrigade liefert in einer Aussendung die weiteren Eckdaten zu "Felsenberg 2003": Die Übenden werden unter Einbindung der jungen Offiziere der Theresianischen Militärakademie mit 900 Räder-, 200 Ketten- und 25 Luftfahrzeugen in die Region rund um den Truppenübungsplatz Allentsteig anrücken.

Rotland unterdrückt Kampland
Der internationale Einsatz wird unter der Annahme erprobt, dass der Staat "Rotland" (in Oberösterreich, Anm.) Unabhängigkeitsbestrebungen der Provinz "Kampland" (im westlichen Waldviertel, Anm.) mit allen Mitteln verhindern will. Es kommt zu einer UNO-Resolution, Interventionsstreitkräfte - die so genannte Kamplandforce (KFOR) - werden gebildet. Der KFOR-Einsatz mit dem Auftrag, die Rotland-Streitkräfte aus der Provinz zu verdrängen, erfolgt vom Staat "Blauland" aus, der den Raum Hollabrunn und Horn umfasst.

Annahme nicht realistisch
Anmerkung am Rande: Eine solche UNO-Resolution könnte es nie geben. Die UNO darf sich nämlich nicht in die internen politischen Verhältnisse eines Landes einmischen. Viel eher könnte Rotland vor dem Sicherheitsrat gegen blauländische Unterstützung der Rebellen protestieren.

25.11.2002 11:21