Kampagne: Mit Zombiefilm gegen Alkohol am Steuer
- Erfolgsregisseur Harald Sicheritz gestaltet Spot

·Führerschein
Ab 1.1.2003 mehr-phasige Ausbildung
Eine neue Kampagne gegen Alkohol am Steuer hat das Infrastrukturministerium (BMVIT) am Dienstag der Presse vorgestellt. Das Motto "Drink + Drive = Death" soll vor allem Jugendliche als Zielgruppe ansprechen, waren sich Minister Mathias Reichhold und der Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Othmar Thann, einig. Erfolgsregisseur Harald Sicheritz hat den zugehörigen Spot (Bild) gestaltet, der ab sofort im Fernsehen läuft.
"Ein Drittel aller Verkehrstoten sind zwischen 15 und 26 Jahren alt", begründete Reichhold die Fokussierung der Aktion auf Jugendliche. Der Spot als Flaggschiff der Kampagne solle die jungen Menschen wachrütteln, so der Minister. Regisseur Sicheritz, zur Zeit mit "Poppitz" im Kino, hat das 25 Sekunden Werk als Zombiefilm gestaltet. Drei Untote entsteigen ihren Gräbern und unterhalten sich über ihren Unfalltot, den sie dem Alkohol zu verdanken haben.
Der Spot, der auch für den Hörfunk bearbeitet wurde, läuft ab sofort im Fernsehen und Radio. Der Kinostart ist für den 22. November vorgesehen. "In jedem Fall ist er dann bis Mitte Jänner zu sehen", so ein Sprecher des BMVIT.
Zusätzlich können Jugendliche sich auf der Internetseite http://www.sind-sie-sicher.at informieren, wo man beispielsweise in einem Computerspiel den Verkehrsminister mimen kann.
Die Kampagne ist Teil des Verkehrssicherheitsprogramms des BMVIT, mit dem Reichhold "bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten in Österreich halbieren" will. Weitere Maßnahmen seien dabei eine praxisnähere Fahrschule und die Einführung des Mehrphasenführerscheins ab 1. Jänner 2003, bei dem auf die eigentliche "Fahrschule" eine zweite Phase mit Feedbackfahrten, Fahrsicherheitstrainings und verkehrspsychologischen Gruppengespräche folgt.
Auch KfV-Direktor Thann, dessen Gesellschaft die Entwicklung der Kampagne begleitet hat, hofft auf eine Verbesserung der Unfallzahlen. "Vergangenes Jahr waren bei 2.559 Unfällen mit alkoholisierten Beteiligten 69 Tote zu beklagen - dieses Jahr werden es wahrscheinlich über 80 sein", warnte Thann. 91 Prozent der alkoholisierten Lenker seien Männer. Neben der Aufklärung setzt Thann jedoch auch auf verstärkte Kontrollen: "Unser Ziel soll sein, dass jeder Lenker innerhalb von drei Jahren zumindest einen Alkoholtest machen muss."
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