Donnerstag, 21. November 2002

Sein 100-Punkte-System ist die Wurzel seiner Macht

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Er ist der einflussreichste Weinkritiker der Welt: der Amerikaner Robert M. Parker junior, von seinen Freunden kurz Bob genannt, wird selbst von den renommiertesten Weinproduzenten in Bordeaux und Burgund gefürchtet wie der leibhaftige Teufel. Was immer er schreibt und bewertet, es verändert die Weinpreise - im Guten wie im Schlechten.

Parker lebt in der amerikanischen Kleinstadt Monkton, im Hinterland Nord-Marylands, wo er auch aufgewachsen ist. Und er lebt dort relativ bescheiden. In seinem Haus in Monkton, einem Kaff mit einem Postamt, aber keinem Stadtzentrum, arbeitet er in einem spartanisch eingerichteten Zweizimmerbüro.

The Wine Advocate
Dort verfasst er eine Zeitschrift namens „The Wine Advocate“, Untertitel: „Der zweimonatige unabhängige Verbraucherführer zu gutem Wein“. Der „Wine Advocate“ hat über 40.000 Abonnenten in jedem US-Staat und in 37 weiteren Ländern. Parkers Urteile über die Weine der Welt werden darüber hinaus auch regelmäßig in Büchern zusammengefasst, der jüngste Parker in englischer Originalversion erschien erst kürzlich im Oktober, eine deutsche Version kam vor zwei Jahren auf den Markt.

Seit einiger Zeit können Weinfreaks die Parkerschen Weinbewertungen auch über ein bezahltes Internetabo beziehen (www.robertparker.com), dort finden sich die strengen Urteile des amerikanischen Weinpapstes in aktualisierter Form, fein säuberlich nach Ländern unterteilt.

21.11.2002 12:03
GUSTO-Rezeptsammlung