Neun Jahre Gefängnis wegen Software-Piraterie
- Zudem: Elf Millionen US-Dollar Schadenersatz
In den USA ist eine 52-jährige Frau wegen Software-Piraterie zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Verurteilte muss zudem elf Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Software-Hersteller Microsoft und Symantec bezahlen. Dem Mitglied einer vierköpfigen Bande war vorgeworfen worden, am weltweiten Verkauf illegal hergestellter Kopien von Microsoft-Betriebssystemen, Office-Paketen und Sicherheitsprogrammen beteiligt gewesen zu sein. Die Frau soll dabei vor allem Geldströme gelenkt und Waren gelagert haben.
Zollfahnder hatten nach monatelangen Ermittlungen im November 2001 in Los Angeles große Mengen gefälschter Software-Produkte aus Taiwan beschlagnahmt, darunter 31.000 illegale Kopien von Windows ME und 2000 sowie eine große Anzahl von nachgemachten Benutzerhandbüchern, Registrierungskarten und "Echtheits"-Zertifikaten. Der von der Gruppe angerichtete Gesamtschaden wurde auf 98 Millionen US-Dollar beziffert. Nach Aussagen von Strafverfolgern handelt es sich bei dem Urteil um die bisher höchste Strafe, die gegen einen Ersttäter im Zusammenhang mit Software-Piraterie verhängt wurde.
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