Freitag, 22. November 2002

E-MEDIA: Esther Dyson kommt nach Wien

  • Internet-Ikone referiert auf Einladung der Mobilkom
  • Ihre wichtigsten Thesen im E-MEDIA-Interview

Sie gilt als die First Lady des Internets, berät den US-Präsidenten und die wichtigsten PC-Unternehmen der Welt. Am 28. November kommt sie nach Wien: Eyther Dyson. Auf Einladung der Mobilkom Austria spricht sie beim mobile.futuretalk im Wiener Museumsquartier über die Zukunft des Internets.

Im E-MEDIA-Interview nennt die Web-Ikone vorab ihre wichtigsten Thesen:

  • Das Internet gibt den Menschen mehr Freiheit als sie je hatten.
  • Das Internet gibt jeden Einzelnen mehr Macht und Einfluss.
  • Europa ist den USA beim mobilen Internet um Lichtjahre voraus.
  • Österreich ist beim Handy den Amerikanern meilenweit voraus.

    Mobilkom-Chef Boris Nemsic: "Esther Dyson kann die Veränderungen von Geschäfts- und Privatleben durch die vernetzte Welt am besten beschreiben. Wir sind stolz, dass sie ihre Erkenntnisse bei uns vorstellt."

    Das Interview

    E-MEDIA: Auf welche Weise verändert das Internet die Menschen und ihr Zusammenleben?
    Der Mensch verändert sich durch die Technologie überhaupt nicht. Aber mithilfe der modernen Informationstechnologien wird er viel unabhängiger. Die Kontrolle der Umwelt durch den Menschen nimmt zu, je höher die technologische Ausstattung ist.

    E-MEDIA: In welchen Bereichen ist dieser Machtzuwachs des Menschen am meisten spürbar?
    In der gesellschaftlichen Struktur. Strenge Hierachien werden aufgeweicht, wenn Zugang zur Information kein Privileg der Reichen und Mächtigen mehr ist. Politik rückt näher: Mit einem Klick habe ich dem Präsidenten eine Mail geschickt - und der antwortet sogar.

    E-MEDIA: Und im ganz alltäglichen Leben?
    Alles wird einfacher und schneller. Und billiger. Mit dem Preisvergleichs-Instrument Internet haben die Konsumenten plötzlich selbst Macht über den Markt.

    E-MEDIA: Welche Chancen eröffnet der Fortschritt der mobilen Technologien?
    Hier liegt das ganz große Zukunftspotenzial. Die Menschen werden immer mobiler, weil sie ihr Kommunikationsnetz einfach mitnehmen. In puncto Mobiltechnologie ist Europa - und vor allem Österreich - den USA allerdings um Jahre voraus!

    E-MEDIA: Was heißt das? Haben die Amerikaner keine Handys?
    Doch, aber im Vergleich zum europäischen Handynetz, auch dem österreichischen, ist das US-Netz ein Entwicklungsland. Österreich ist eine Handy-Gesellschaft, die USA stecken noch voll im Computerzeitalter. Wir können nicht einmal gescheit SMS versenden, von MMS ganz zu schweigen...

    Weitere Informationen:
  • mobile.futuretalk-Website

    22.11.2002 13:39