G20-Bekenntnis zu Kampf gegen Geldwäsche
- "Irak-Krise liegt wie Mehltau auf der gesamten Weltwirtschaft"

In der Abschlusserklärung zu ihrem Treffen haben sich die Finanzminister der G20 zum Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung und die Geldwäsche bekannt. Die für das nächste Jahr erwartete Erholung der Weltwirtschaft wird nach ihrer Ansicht von Risiken wie der Irak-Krise überschattet.
"Die Ungewissheit um den Irak liegt wie Mehltau auf der gesamten Weltwirtschaft", sagte der deutsche Finanzminister Hans Eichel nach dem Treffen in Neu Delhi. Die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer berieten dort über die wirtschaftliche Lage, die Armutsbekämpfung und den Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus.
Ein wichtiges Thema war auch die Globalisierung. Grundsätzlich profitierten Länder, die sich der Weltwirtschaft öffneten, sagte Eichel. Doch wer sich zu schnell öffne, könne auch Schaden erleiden. "Wir haben alle ein Stück dazugelernt", sagte er angesichts des Drucks, der in vergangenen Jahren auf ärmere Länder ausgeübt worden war, Reformen rasch umzusetzen.
Wichtig für den Kampf gegen die Armut sei der freie Welthandel. "Wer den ärmeren Ländern helfen will, der muss seine Märkte öffnen", forderte Eichel. Hinzu komme die Entwicklungshilfe. "An der Ecke reduziere ich auch nicht", sagte Eichel.
Die G20 war 1999 während der deutschen G7-Präsidentschaft gegründet worden. Indien hat in diesem Jahr den Vorsitz. Zur G20 zählen außer Deutschland, den USA und den anderen G7-Staaten sowie Russland unter anderem auch Mexiko, Südafrika und Indonesien. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds nehmen an den Beratungen teil. Nach Mexiko im Jahr 2003 wird Deutschland 2004 den G20-Vorsitz übernehmen.
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