Argentinien hebt Abhebungsgrenze für Konten auf
- Festgeldguthaben über 9 Milliarden Pesos bleiben eingefroren

Ab Montag dürfen die Argentinier wieder an ihre Spar- und Girokonten. Wirtschaftsminister Roberto Lavagna kündigte für den Wochenbeginn die Aufhebung der staatlichen Beschränkungen an. Seit rund einem Jahr dürfen die Bewohner des krisen-geschüttelten Landes nur monatlich an 2.000 Pesos.
Damit erhalten die Bürger des krisengeschüttelten Landes wieder Zugriff auf Guthaben im Gesamtwert von etwa 21 Milliarden Peso (rund sechs Milliarden Euro).
Die Festgeldguthaben über neun Milliarden Peso bleiben dagegen weiter eingefroren. Analysten nannten den überraschenden Schritt der Regierung politisch klug und wirtschaftlich sinnvoll. Nach einem regelrechten Ansturm der Argentinier auf ihre Bankguthaben hatte die Regierung im Dezember 2001 den Zugriff auf die Sparbücher und Girokonten beschränkt. Anschließend kam es zu heftigen Protesten der Bevölkerung und mehreren Regierungswechseln. Mittlerweile ist das Vertrauen der Argentinier in das Finanzsystem ihres Landes aber wieder etwas gestiegen. Zudem gibt es erste Anzeichen für ein allmähliches Abklingen der seit mehr als vier Jahren währenden Rezession.
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