Freitag, 22. November 2002

Fairchild Dornier Verkauf in der heißen Phase

  • Entscheidung voraussichtlich am 2. Dezember

Der Verkauf des insolventen Flugzeugherstellers Fairchild Dornier steht kurz bevor. Der Gläubigerausschuss werde am 2. Dezember eine Entscheidung treffen, sagte Insolvenzverwalter Eberhard Braun dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Die drei Interessenten hätten ihre Angebote für eine vollständige Übernahme des Unternehmens noch einmal nachgebessert.

Zu den Bietern gehört unter anderem der frühere Chefentwickler des Jets 328 bei Fairchild Dornier, Earl Robinson. Er hat laut Medienberichten inzwischen Verstärkung bekommen. Nach Informationen des "Münchner Merkur" und der "Financial Times Deutschland" vom Freitag wollen sich Conrado Dornier, der Enkel des Firmengründers und Penny Fairchild, Enkelin des US-Flugzeugbauers, an seinem Konsortium beteiligen.

Größeren Chancen werden nach Informationen aus Branchenkreisen aber einem russischen Konsortium aus den Irkutsk-Flugzeugwerken und der Firma Basic Elements eingeräumt. Auch ein Schweizer Konsortium ist noch im Rennen.

Das Traditionsunternehmen Fairchild Dornier mit Sitz in Oberpfaffenhofen bei München hatte Anfang April Insolvenz angemeldet, nachdem es auf Grund von hohen Entwicklungskosten für das ehrgeizige Regionaljet-Projekt 728 und Absatzproblemen in Folge der Terroranschläge vom 11. September in Zahlungsschwierigkeiten geraten war.

22.11.2002 15:13