Spieleproduzent JoWood braucht 5 Mio. Euro
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JoWood steckt in der Krise: Wie FORMAT erfuhr, braucht der Spieleproduzent akut 5 Millionen Euro, um über die jetzige Liquiditätskrise zu kommen. Die Banken gehen aber kein Risiko mehr ein. Nun sollen Investmentfonds die Firma retten.
Eilig entsandte die Bank Austria Creditanstalt dieser Tage Experten des Wirtschaftsprüfers Deloitte Touche zum maroden Spielehersteller JoWood. Die errechnete Finanzlücke lässt wenig Gutes hoffen. Wie FORMAT erfuhr, braucht JoWood akut 5 Millionen Euro, um über die jetzige Liquiditätskrise zu kommen. Noch vor kurzem war lediglich von 1 bis 1,5 Millionen Euro die Rede. Zum langfristigen Überleben beträgt der Restrukturierungsbedarf gar 20 Millionen Euro.
JoWood-Chef Andreas Tobler verweist zwar auf die laufenden Bankenverhandlungen, doch schon jetzt zeichnet sich klar ab, dass die Hausbank BACA, die gemeinsam mit den Volksbanken 23 Millionen an Krediten gewährte, nicht bereit ist, ihr Risiko zu erhöhen. Damit wird es eng für den einstigen Börsenstar JoWood.
Nachdem von den Kreditinstituten kaum noch etwas zu erwarten ist, muss Tobler jetzt auf Investmentfonds hoffen, um seine Firma vor der Insolvenz zu retten. Die Fondsgesellschaften Templeton, Qino Flagship, Kingstown und St. Vincent sind bereits an JoWood beteiligt und könnten zusätzliches Cash einbringen. Leute von Templeton, die zur Zeit 5,7 Prozent halten, sind gerade in Österreich, um eine Erhöhung des Engagements zu prüfen.
Wie groß die Lust der Investoren auf JoWood noch ist, nachdem sie im Sommer bei einer Kapitalerhöhung Aktien für 6 Euro zeichneten, bleibt abzuwarten. Aktuell liegt der Kurs bei mageren 1,80 Euro.
Mehr über die Krise bei JoWood finden Sie im aktuellen FORMAT.
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