Energie erstmals seit August 2001 wieder teurer
- Im Oktober Preisanstieg um 0,7 Prozent auf Jahresbasis
- Sprit und Gas kosteten mehr
Für Österreichs Privathaushalte war Energie im Oktober dieses Jahres erstmals seit August 2001 teurer. Im Jahresabstand sind die Energiepreise um 0,7 Prozent leicht gestiegen, im September 2001 waren sie noch um 2,7 Prozent gesunken. Grund für die höheren Ausgaben im Oktober waren vor allem Preissteigerungen bei den Mineralölen.
Im Vergleich zum Vormonat September mussten für Energie durchschnittlich 1,2 Prozent mehr berappt werden, teilte die Energieverwertungsagentur (E.V.A.) am Mittwoch mit.
Hatte Rohöl auf den internationalen Märkten Ende 2001 weniger als 20 Dollar (19,9 Euro) pro Fass gekostet, liegt der Preis jetzt bei rund 24 Dollar. Laut E.V.A. sind Mineralöle damit zurzeit im Durchschnitt um 1,7 Prozent teurer. Die Preisentwicklung bei einzelnen Produkten sei jedoch sehr unterschiedlich, wie die E.V.A. festgestellt hat.
Während Heizöl Extra leicht im Oktober 2002 bei noch fallender Tendenz um 4,9 Prozent günstiger war als im Vorjahr, haben sich Normalbenzin um 3,2 Prozent, Super um 4,0 Prozent und Diesel um 4,3 Prozent verteuert. Gegenüber dem Vormonat war für Heizöl um 1,4 Prozent mehr zu bezahlen, Normalbenzin kostete um 1,6 Prozent mehr und auch für Superbenzin und Diesel musste um 1,5 bzw. 3,2 Prozent mehr Geld locker gemacht werden.
Strom war im Oktober gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 0,8 Prozent günstiger. Nach Angaben der E.V.A. sind die Grundgebühren aber verglichen mit dem Vormonat um 17,2 Prozent gestiegen. Gas verteuerte sich im Jahresabstand um 0,4 Prozent. Auch hier - so die E.V.A. - seien die Grundgebühren mit 8,2 Prozent im Zwölfmonatsvergleich erheblich stärker angestiegen. Im Vergleich zum September hätten sich Arbeitspreis und Grundgebühr jeweils um 0,3 Prozent verteuert. Fernwärme kostete im Jahresabstand um 0,1 Prozent mehr, gegenüber dem Vormonat kam es bei Fernwärme als einzigem Energieträger zu keiner Preisänderung.
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