Streit wegen Rauchpause: Firma lässt Zeit einarbeiten
- Protest: "Raucher werden zu Menschen 2. Klasse degradiert..."
- ÖGB: Bestrafung von ist nicht akzeptabel
Das Vorgehen von Swarovski - Rauchpausen müssen eingearbeitet werden - ist für den ÖGB nicht akzeptabel. Als nächster Schritt könnte dann die Bezahlung der Pausen zum Besuch der Toilette in Frage gestellt werden, so ÖGB-Expertin für ArbeitnehmerInnenschutz.
Die Arbeit, etwa in der Kontrolle, sei eintönig und körperlich belastend, "daher ist jede Pause wichtig und notwendig, sogar wenn sie für gesundheitsschädigendes Rauchen verwendet wird", so Czeskleba. Der ÖGB hat sich im Arbeitnehmerschutz-Reformgesetz statt einer Bestrafung der rauchenden ArbeitnehmerInnen für einen besseren Schutz der NichtraucherInnen eingesetzt.
"Swarovski schüttet mit dieser Maßnahme das Kind mit dem Bade aus", sagte die ÖGB-Expertin. Natürlich sei es wichtig, Menschen von der Zigarette wegzubringen. Daher veranstalten der ÖGB, die Gewerkschaften und viele BetriebsrätInnen auch regelmäßig Anti-Rauch-Seminare. "Doch finanzielle Bestrafung bewirkt genau das Gegenteil: Sie setzt die ArbeitnehmerInnen unter Druck und fördert damit typische Stress-Krankheiten", betonte Czeskleba.
Der Betriebsrat bei Swarovski habe zu den Maßnahmen der Geschäftsleitung, entgegen anderslautenden Medienberichten, nie sein Einverständnis gegeben. so Czeskleba. "Der ÖGB und die BetriebsrätInnen werden diesem billigen Trick der Geschäftsleitung nicht zustimmen. Swarovski hat als großer Betrieb eine Vorbildfunktion in dieser Region, eine schrittweise Unterhöhlung der ArbeitnehmerInnen-Rechte ist nicht akzeptabel. Als nächster Schritt könnte dann die Bezahlung der Pausen zum Besuch der Toilette in Frage gestellt werden", ist Czeskleba empört.
Swarovski zahlt Rauchpausen nicht
Die Firma Swarovski will nach einem Bericht der Tiroler Tageszeitung vom Montag ihren Mitarbeitern die Zeit für das Rauchen vom Einkommen abziehen. "Mit verschiedenen Projekten helfen wir schon seit fast zwei Jahrzehnten unseren Mitarbeitern dabei, das Rauchen aufzugeben", begründete Personalchef Guido Mark das Vorgehen des Betriebes. Parallel dazu habe man im Einvernehmen mit dem Betriebsrat kürzlich beschlossen, dass die Rauchpausen der Belegschaft nicht mehr bezahlt werden. Die Regelung betreffe Mitarbeiter, die wegen brandtechnischer Auflagen in rauchfreien Abteilungen arbeiten und deshalb ihren Arbeitsplatz zum Rauchen verlassen müssen. Seit der neuen Regelung sei der Wunsch nach Rauchpausen in der Belegschaft zurückgegangen, erklärte Mark
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