Angst vor Anschlägen lässt Ölpreis wieder steigen
- Weitere Entwicklung hängt nun vom Irak ab
Angesichts neuer Nachrichten über mögliche Anschläge islamischer Extremisten ist der Ölpreis am Montag in London gestiegen. Zudem fürchteten viele Investoren weiterhin einen Krieg gegen den Irak mit möglichen Folgen für die gesamte Golfregion, aus der rund ein Viertel des weltweiten Ölbedarfs stammt.
Der in London maßgebliche Terminkontrakt auf Brent-Nordseeöl stieg um 28 Cent auf 23,63 Dollar. Am Donnerstag hatte er noch ein Acht-Monats-Tief von 22,56 markiert. Die Ankunft der UNO-Waffeninspektoren in Bagdad hatte zunächst keinen unmittelbaren Einfluss auf die Preisgestaltung. Die weitere Entwicklung hänge nun vom Irak ab.
Ein führender Journalist des arabischen Fernsehsenders El Dschasira hatte nach eigenen Angaben ein Strategiedokument der El Kaida erhalten, in dem unter anderem von Anschlägen auf US-Zivilisten und die US-Wirtschaft die Rede sein soll. Ein US-Regierungsvertreter wies die Informationen als "nicht neu" zurück. Am Wochenende gab es zudem Berichte über vereitelte Angriffe von Arabern in Kuwait und Großbritannien, sowie die Überwältigung eines angeblichen Flugzeugentführers in einem Flugzeug der israelischen Fluggesellschaft El Al. "Eine Reihe terroristischer Vorfälle haben wenig mit Öl direkt zu tun, aber sie erhöhen die Spannung im Nahen Osten", sagte Analyst Lawrence Eagles von GNI Touch Research.
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