Krankl trotz 0:1 vs. Norwegen nicht zufrieden
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Auszeichnungen für Andreas Herzog
Trotz des negativen Resultats in aller Freundschaft gegen Norwegen, mit dem sein erstes Länderspieljahr ausklang, hat Hans Krankl gut geschlafen. Der ÖFB-Teamchef begründete dies am Donnerstag in seiner Nachbetrachtung mit "vielen positiven Dingen", die er während des 0:1 im mit 15.800 Besuchern gut gefüllten Wiener Hanappi-Stadion gesehen hatte.
Als Alternativen zu Manninger (derzeit fehlende Spielpraxis) und Goriupp (verletzt) hat er mit Mandl (25) und Macho (23) zwei Junge für den Tormannposten gefunden. Pogatetz (19) und Ehmann (29/diesmal als Ersatz für Baur) bewiesen in der Abwehr ihre Team-Tauglichkeit. "Und dazu bewies Herzog, dass es nicht sein Abschiedsspiel war, sondern mit ihm nach einer guten Vorbereitung im Winter auch in Zukunft zu rechnen ist", sagte Krankl.
Team hat sich gewehrt
Erfreulich stimmte ihn auch, dass seine junge Mannschaft zusammengehalten und gezeigt habe, dass sie sich zu wehren wisse. Freilich weiß und sah Johann K. auch, wo es besonders hapert und Verbesserungen erforderlich sind. "Wir haben Probleme mit den Spitzen, dort haben wir nur Wallner. Ich muss zwei, drei Stürmer finden, mit denen ich rechnen kann."
Neuer Polster gesucht
"Wir bräuchten neben Wallner eine Kant'n wie es der Polster war, einen Mittelstürmer, der im Strafraum umrührt", meint Krankl. Vom Christkindl oder Weihnachtsmann erwartet er sich einen solchen nicht. "Lassen wir beide in Ruhe und überfordern wir sie nicht. Es wäre nur schön, gäbe es am 24. Dezember Schnee", scherzte er.
Mit dem Kurzauftritt von Stürmer Dollinger wollte Krankl nur eine Zeichen für die Red Zac Erste Liga setzen, während er vom fünften eingesetzten Debütanten Orman ganz links im Mittelfeld etwas mehr erwartet hatte. "Er spielte sehr ängstlich, dezent. In der Offensive kam zu wenig, das hat mich nicht aufgeregt," befand der Teamchef.
"Remis verdient
Unter dem Strich findet Krankl das 0:1 "schade, weil wir uns ein Remis verdient hätten." Als einzig wirklich negativen Punkt wertete er die Niederlage, die aus einer Unachtsamkeit entstanden sei. Die Mannschaft habe sich ordentlich verkauft und gespielt. "Das Defensiv-Verhalten war positiv, im Offensiv-Verhalten gab es nur wenige Ansätze. Das ist die Realität."
Spielerisch war die Darbietung auch nicht das Gelbe vom Ei. "Aber wir haben wieder drei, vier Neue gefunden, dadurch ist meine Auswahl in die Zukunft größer geworden", bemerkte der Teamchef. Die Qualität könne er nicht herzaubern, die bekomme man nur durch internationale Spiele. Um seinen Stamm von sechs, sieben Spielern müsse er die Besten von den Übrigen auswählen. Die Mannschaft müsse jetzt "schön langsam" zueinander finden.
Doch mit der Harmonie ist so eine Sache wie mit der Qualität. "Die 78er-Mannschaft ist schon 1973 entstanden und Prohaskas Team hat vor der 98er-WM auch drei, vier Jahre zusammen gespielt", sagt Krankl, der am Generationswechsel in der Nationalmannschaft weiterhin festhält. "Wir müssen ganz einfach andere Ansprüche stellen und nach solchen denken. 1978 und 1998 sind vorbei". Krankl betrachtet es weiterhin als seine wichtigste Aufgabe, eine Mannschaft zu formen.
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