Dienstag, 19. November 2002

FC Kärnten und Bleiberg gehen Kooperation ein

  • Beide Verein behalten jedoch ihre Eigenständigkeit
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Die Fußball-Klubs FC Kärnten und BSV Bad Bleiberg gehen eine Kooperation ein. Unter dem Motto "Gemeinsam noch stärker" wird man die Nachwuchsarbeit forcieren. "Die finanzielle Basis wird über die Kärnten-Stiftung geschaffen, welche im Dezember ins Leben gerufen wird", teilte Landeshauptmann und FCK-Präsident Jörg Haider am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Klagenfurt mit. Dabei wurde betont, dass die beiden Klubs ihre Eigenständigkeit bewahren werden.

Zur Erledigung der gemeinsamen Aufgaben werde eine "Holding" geschaffen. "Als Startkapital wird ihr zwei bis drei Millionen Euro zur Verfügung stehen", sagte Haider. Dieses Geld werde vom Land, von gemeinsamen Sponsoren, von Mäzenen und über die Kärnten-Stiftung (Vorsitz führt der jeweilige Landeshauptmann) aufgebracht. "Die erforderlichen Verträge, insbesondere Errichtung eines Förderungspools (sinnvoller Weise in Form eines eigenen Vereins) sind in Ausarbeitung, so dass das den Kärntner Spitzenfußball in den nächsten Jahren nachhaltig fördernde Modell sofort verwirklicht werden kann", heißt es in einer Absichtserklärung.

Kooperationsverträge mit Spielern
"Im österreichischen Fußball läuft einiges schief", sagte FCK-Manager Günter Hafner. Daher wolle Kärnten mit einer konzentrierten Nachwuchsarbeit einen eigenen Weg gehen. Es ist geplant, Kärntner Talente über die ASK/FCK Amateure (Regionalliga Mitte) und BSV Bad Bleiberg schließlich bis zum FC Kärnten "aufsteigen". Kooperationsverträge mit einzelnen Spielern werden in der Winterübertrittszeit abgeschlossen. Bleiberg-Manager Heinz Sitter kann sich vorstellen, dass Benjamin Katanha nach Klagenfurt wechselt, während Mario Steiner nach seiner Verletzungspause in Bleiberg zu seiner alten Form zurückfinden könnte. "Unsere Aufstiegsambitionen sind durch die Kooperation nicht ad acta gelegt", fügte er hinzu, "wir wollen nur Synergien , welche im Sinne des Kärntner Fußball sind, zum Wohl beider Vereine nützen."

19.11.2002 16:24