Schweizer von Grünigen siegt bei Herren RTL
- Eberharter führte in Park City nach 1. RTL-Durchgang
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Olympiasieger Stephan Eberharter hat am Freitag im beim Ski-Weltcup-Riesentorlaufes in Park City den Sieg vergeben. Nach dem zweiten Durchgang siegte der Schweizer Michael von Grünigen und Eberharter fällt auf Rang acht zurück. Auf Platz zwei und drei folgen die ÖSV-Athleten Christian Mayer (im Bild) und Benni Raich. Eberharter lag zur Halbzeit mit 1:11,01 Minuten 0,09 Sekunden vor dem Italiener Massimiliano Blardone und 0,18 Sekunden vor dem Schweizer Michael von Grünigen.
Statt der triumphalen Rückkehr von Stephan Eberharter auf "seinen" Olympia-Berg hat der Riesentorlauf der Herren am Freitag in Park City den 21. Weltcup-Erfolg des Schweizers Michael von Grünigen gebracht. Für die Österreicher gab es dennoch Grund zur Freude, denn mit dem Kärntner Christian Mayer (+0,28) und dem Tiroler Benjamin Raich (0,31) landeten zwei ÖSV-Vertreter auf dem Podest. Sölden-Sieger Eberharter, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, fiel im zweiten Lauf auf den achten Platz (0,91) zurück.
Von Grünigen zum 3. Mal Sieger in Park City
Bereits zum dritten Mal nach 1995 und 2000 setzte sich "Mr. Riesentorlauf" MVG in Park City durch, der regierende Weltmeister sorgte damit beim neuen Schweizer Herren-Cheftrainer Karl Frehsner für große Freude. Aber auch Frehsners rot-weiß-rote Landsleute konnten mit dem Ergebnis durchaus leben, denn neben Mayer (2.), Raich (3.) und Eberharter (8.) platzierten sich auch Hans Knauss (10.), Josef Strobl (17.), Andreas Schifferer (18.), Christoph Gruber (22.) und Heinz Schilchegger (23.) in den Punkterängen.
Sensationeller Christian Mayer
Die Sensation des Tages lieferte Mayer, der sich im zweiten Lauf vom neunten Rang auf den zweiten verbesserte und somit den ersten Podestplatz seit 18. März 2000 (zweiter Platz in Bormio) einfuhr. Der Kärntner "Kampfteufel", der zuletzt zwei Jahre lang durch eine schwere Krankheit zurück geworfen wurde und bereits aufhören wollte, nahm seine Leistung natürlich mit tiefer Befriedigung hin. "Ich habe wieder viel Kraft, das übertrifft aber meine Erwartungen bei weitem", freute sich der 30-Jährige, der sich in der Vorbereitung auf die Übersee-Rennen auch mehrere Einheiten mit dem Damen-Team in Beaver Creek und Loveland gegönnt hatte. "Jetzt bin ich hungrig auf alle weiteren Rennen", gab sich Mayer erfolgshungrig.
Die 12.400 Euro Erfolgsprämie kann Mayer gut gebrauchen, schließlich zieht der Kärntner von Finkenstein in ein Penthouse nach Klagenfurt und leistete sich außerdem im Sommer ein Haus in Lignano. Einen nach eigener Ansicht beinahe schon historisch (zweiten) schlechten Lauf erwischte Gesamt-Weltcupsieger Eberharter, dessen Rückkehr auf den Gold-Hang mit einer Riesenenttäuschung endete: "Das war mein schlechtester Lauf seit fünf Jahren - ein sch.... Lauf." Der drittplatzierte Raich hatte jedoch rasch eine Erklärung für den Rückfall des ÖSV-Superstars: "Der Steff ist eben auch nur ein Mensch."
Drei aus dem breiten Kreis der Sieganwärter waren in Durchgang zwei gar nicht mehr mit von der Partie gewesen. Die Hoffnungen der US-Fans erhielten mit dem Ausscheiden von Lokalmatador Bode Miller bereits gleich zu Beginn einen heftigen Dämpfer, bei der Startnummer fünf ging nämlich schon nach wenigen Schwüngen die Bindung auf. Und das, obwohl der 25-Jährige erst im Sommer für kolportierte 1,1 Millionen Dollar einen Markenwechsel von Fischer zu Rossignol vollzogen hatte. "Damit hatte das aber sicher nichts zu tun. Wichtig war, dass mein Knie keine Probleme gemacht hat", beschwichtigte Miller, der sich erst vergangene Woche einer Knieoperation unterzogen hatte.
"Harmlose Elche"
Noch harmlos zu Beginn des WM-Winters präsentierten sich die "Elche" aus Norwegen, die erst vier Tage vor dem Rennen aus ihrer Heimat angereist waren. Lasse Kjus musste krankheitsbedingt absagen, sein Landsmann Kjetil-Andre Aamodt landete im Schnee und schied im ersten Durchgang aus. Fortgesetzt wird der Weltcup bereits am Samstag mit dem Slalom der Damen, am Sonntag sind die Herren an der Reihe (Startzeiten jeweils 18 und 21 Uhr).
Ergebnisse des alpinen Weltcup-Riesentorlaufs der Herren in Park City
| 1. | Michael von Grünigen | SUI | 2:23,08 | 1:11,19 | 1:11,89 | |
| 2. | Christian Mayer | AUT | 2:23,36 | +0,28 | 1:11,73 | 1:11,63 |
| 3. | Benjamin Raich | AUT | 2:23,39 | +0,31 | 1:11,25 | 1:12,14 |
| 4. | Massimiliano Blardone | ITA | 2:23,40 | +0,32 | 1:11,10 | 1:12,30 |
| 5. | Erik Schlopy | USA | 2:23,45 | +0,37 | 1:11,93 | 1:11,52 |
| 6. | Fredrik Nyberg | SWE | 2:23,64 | +0,56 | 1:11,40 | 1:12,24 |
| 7. | Didier Cuche | SUI | 2:23,74 | +0,66 | 1:11,51 | 1:12,23 |
| 8. | Stephan Eberharter | AUT | 2:23,99 | +0,91 | 1:11,01 | 1:12,98 |
| 9. | Frederic Covili | FRA | 2:24,00 | +0,92 | 1:11,80 | 1:12,20 |
| 10. | Hans Knauss | AUT | 2:24,07 | +0,99 | 1:12,18 | 1:11,89 |
| 11. | Didier Defago | SUI | 2:24,10 | +1,02 | 1:11,46 | 1:12,64 |
| 12. | Arnold Rieder | ITA | 2:24,28 | +1,20 | 1:12,35 | 1:11,93 |
| 13. | Thomas Grandi | CAN | 2:24,38 | +1,30 | 1:12,17 | 1:12,21 |
| 14. | Tobias Grünenfelder | SUI | 2:24,38 | +1,30 | 1:12,70 | 1:11,68 |
| 15. | Davide Simoncelli | ITA | 2:24,46 | +1,38 | 1:12,99 | 1:11,47 |
| 16. | Uros Pavlovcic | SLO | 2:24,52 | +1,44 | 1:12,70 | 1:11,82 |
| 17. | Josef Strobl | AUT | 2:24,53 | +1,45 | 1:12,41 | 1:12,12 |
| 18. | Andreas Schifferer | AUT | 2:24,56 | +1,48 | 1:11,98 | 1:12,58 |
| 19. | Marco Büchel | LIE | 2:24,62 | +1,54 | 1:13,20 | 1:11,42 |
| 20. | Alessandro Roberto | ITA | 2:24,68 | +1,60 | 1:12,38 | 1:12,30 |
| 21. | Alberto Schieppati | ITA | 2:24,77 | +1,69 | 1:13,08 | 1:11,69 |
| 22. | Christoph Gruber | AUT | 2:24,81 | +1,73 | 1:12,36 | 1:12,45 |
| 23. | Dane Spencer | USA | 2:24,81 | +1,73 | 1:12,95 | 1:11,86 |
| 24. | Heinz Schilchegger | AUT | 2:24,81 | +1,73 | 1:12,47 | 1:12,34 |
| 25. | Patrick Holzer | ITA | 2:24,90 | +1,82 | 1:13,22 | 1:11,68 |
| 26. | Sami Uotila | FIN | 2:24,90 | +1,82 | 1:12,30 | 1:12,60 |
| 27. | Thomas Vonn | USA | 2:25,12 | +2,04 | 1:12,88 | 1:12,24 |
| 28. | Ivica Kostelic | CRO | 2:25,48 | +2,40 | 1:12,19 | 1:13,29 |
