Massive Dopingvorwürfe gegen Norwegens Langläufer
Fast neun Jahre nach den 10 norwegischen Olympiasiegen im heimischen Lillehammer 1994 ist im eigenen Land eine heftige Dopingvorwürfe entbrannt. Nach einer am Mittwochabend ausgestrahlten Sendung des Senders TV2 soll Norwegens Skiverband vor den Spielen in Lillehammer große Mengen verbotener Medikamente, darunter anabole Steroide bestellt haben. Während der Olympischen Spiele seien unter anderem 72 Liter des Ausdauermittels HES aus den norwegischen Beständen spurlos verschwunden.
Norwegens Wintersportler waren bei den Spielen vor eigenem Publikum überraschend erfolgreich und beherrschten vor allem den Skilanglauf souverän. Unmittelbar nach Ausstrahlung der TV-Reportage veröffentlichten die vielfachen Olympiasieger Björn Dählie und Vegard Ulvang zusammen mit dem früheren Eisschnellläufer Johann Olav Koss und weiteren populären Sportlern einen scharfen Protest gegen Dopingvorwürfe. In der von allen Zeitungen als "Offenen Brief" abgedruckten Erklärung hieß es unter anderem, dies sei der "bisher schlimmste Versuch, eine Dopinganklage gegen norwegische Spitzensportler zu konstruieren".
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