Langlauf_Weltcup startet in Kiruna
- WM als wichtigstes Ziel für kommende Saison
In Kiruna (SWE), rund 150 km nördlich des Polarkreises, legen die Skilangläufer am Wochenende so richtig los. Die Hoffnungen der Österreicher sind vorerst bescheiden - Trainer Emil Hoch wäre mit Platzierungen unter den ersten 30 schon zufrieden - doch ab Mitte Dezember und im Jänner wollen sich die von den Olympioniken Christian Hoffmann und Michail Botwinow angeführten ÖSV-Athleten im Kreis der Elite in Szene setzen. "Da sollen sie vorne mitlaufen und für die WM Selbstvertrauen holen", sagte Hoch, der auch von Gerhard Urain einiges erhofft.
Weil der Aufbau zum Spitzenathleten im Langlauf ein langfristiger ist, bekommen Johannes Eder und Jürgen Pinter noch Zeit für ihren Weg an die Spitze. "Sie sind gut, bis Olympia in Turin 2006 müssen sie so weit sein", sagte Hoch. In der Staffel - die Entscheidung über die Aufstellung für Sonntag fällt nach dem Einzelrennen - reduziert die kleine Athletenzahl die Hoffnungen, bei Krankheit gibt es kaum Ersatz. Urain, Marent und Walcher, der in Schweden fehlt, sind die Anwärter auf die Plätze neben den Ex-Weltmeistern Botwinow und Hoffmann. Ab übernächstem Jahr könnte auch Marc Mayer in diesen Kreis vorstoßen. "Wunder wird es da heuer keine geben", meinte Hoch realistisch.
Die Zahl der Einsätze Hoffmanns war bisher wegen der Konzentration auf die Skating-Technik eingeschränkt, doch das soll sich ändern. Der 27-Jährige Olympia-Zweite hat das Klassisch-Training forciert und will auch in der Doppelverfolgung, wo zunächst 10 km klassisch mit Massenstart und dann nach Skiwechsel 10 km Skating gelaufen werden, mitmischen - am Liebsten im Heimrennen am 21. Dezember in Ramsau. "Vom Gefühl her klappt es viel besser, aber das im Rennen umzusetzen ist eine andere Sache", sagte Hoffmann. Dass der klassische Abschnitt mit Massenstart absolviert wird, sei jedenfalls ein großer Vorteil.
Nicht nur der Cheftrainer ist mit Hoch neu, auch im Umfeld des ÖSV-Teams hat sich einiges getan. So wurde für Langläufer und Biathleten der Arzt Hannes Lechner engagiert, der bei den Kursen präsent ist und eine Lücke schließt. Im Wachsteam sind zwei Russen neu dabei, u.a. der fünffache Olympiasieger Nikolaj Simjatow. Um die Skipräparierung optimaler zu gestalten, arbeitet Sportdirektor Walter Mayer an einem Projekt für Ramsau, wo künftig an Schliffen und Strukturen gefeilt werden soll.
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