ÖRV-Rodler starten in Jahr eins nach Markus Prock
- Hoffnungen vor Auftakt in Park City bescheiden

Vor einer schwierigen Saison stehen die österreichischen Kunstbahnrodler, die am Wochenende auf der Olympia-Bahn in Park City ihr erstes Weltcuprennen bestreiten werden. Die dominierenden Athleten der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, Markus Prock und Angelika Neuner, haben ihre Karrieren beendet, die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf Rainer Margreiter (Bild) und Markus Kleinheinz bzw. Sonja Manzenreiter. Mit Friedl Ludescher, dem Leiter des Sportamtes der Tiroler Landesregierung, gibt es einen neuen Präsidenten.
Ludescher ("Wir müssen schlanker und wesentlich effizienter werden") hat in Innsbruck eine Geschäftsstelle des Verbandes eingerichtet, die von Angelika Neuner geleitet wird. Der neue Präsident denkt auch an eine Kooperation mit dem ÖSV. "Es geht um die Dachmarke Wintersport, erste Kontakte habe ich schon geknüpft."
Nachdem Hauptsponsor Palfinger sein Engagement beendet hat, steht der ÖRV vor einer finanziell schwierigen Saison. "Es sah aus, als ob wir am Hungertuch nagen müssen, aber wir haben Mittel und Wege gefunden. Die Saison ist bis zum Finale Ende Februar ausfinanziert", so Ludescher. "Wir haben ein neues Sponsor- und Marketingkonzept erarbeitet. Wir wollen ein neues Image bekommen." Den Kunstbahnrodlern stehen 240.000 Euro, den Naturbahnrodlern 90.000 Euro zur Verfügung.
Neuer Cheftrainer der Eiskanal-Rodler ist Robert Manzenreiter, der vom Südtiroler Schlittenspezialisten Karl Brunner (er arbeitete schon bisher für das rot-weiß-rote Team) und Konditionstrainer Stefan Ruedl unterstützt wird. Manzenreiter ist sich vor dem ersten Rennen bewusst, dass er vor einer schwierigen Aufgabe steht: "Die Rücktritte von Prock und Angelika Neuner haben sicherlich eine Lücke hinterlassen. Aber das kann auch eine Chance sein, dass die Jungen nicht immer aufschauen müssen. Jetzt können sie sich selbst in den Vordergrund schieben. Es liegt an ihnen, die Vorbereitung war jedenfalls sehr gut."
Konkrete Erwartungen auf Podestplätze wollte Manzenreiter vor dem Saisonstart keine nennen. Er hofft aber bei der WM in Sigulda (17.-23.2.) auf "zumindest eine Medaille."
~
ÖRV-Nationalteam: Herren: Rainer Margreiter, Markus Kleinheinz, Martin Abentung und Toni Hörhager. Damen: Sonja Manzenreiter, Veronika Haller und Junioren-Weltmeisterin Nina Reitmayer. Doppelsitzer: Tobias und Markus Schiegl, Wolfgang und Andreas Linger
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
