Ecuador: Sieben Tote bei Explosion in Munitionslager
- Zwölf Tote bei Gasexplosion in Algerien

Vier Tage vor der entscheidenden Runde der Präsidentschaftswahl sind bei der Explosion in einem Munitionsdepot in Ecuador mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Quito vom Donnerstag wurden rund 300 Menschen verletzt, 74 von ihnen schwer.
Am Vortag war laut Zivilschutz im Keller der Galapagos-Kaserne in Riobamba, rund 160 Kilometer südlich der Hauptstadt, offenbar eine Granate hochgegangen. Das Militär sprach von einer "versehentlichen Detonation" während Wartungsarbeiten. Präsident Gustavo Noboa, der sich persönlich an den Unglücksort begab, verhängte den Ausnahmezustand über die 150.000-Einwohner-Stadt.
Unter den Toten waren drei Soldaten und vier Zivilisten. Viele Menschen wurden durch zerberstende Fensterscheiben verletzt. Acht Wohngebäude wurden beschädigt. Durch die Explosion wurde ein heftiger Brand entfacht. Die Stromversorgung und die Telefonverbindungen in der Andenstadt brachen vollständig zusammen.
Die Bewohner angrenzender Stadtviertel wurden evakuiert. Die Straßen waren noch acht Häuserblocks weiter mit Munitionstrümmern übersät. Die Behörden riefen für die Krankenhäuser in Riobamba und umliegenden Ortschaften wie Ambato und Latacunga den Alarmzustand aus und hielten Autofahrer zur Vorsicht an.
Der von Generalstabschef Oscar Isch über das Ausmaß des Unglücks unterrichtete Staatspräsident richtete einen Krisenstab ein. Der Bürgermeister von Riobamba, Fernando Guerrero, sprach von einer "furchtbaren Katastrophe". Die Behörden ordneten für Donnerstag die Schließung von Banken und Schulen in der Stadt an.
Bei der zweiten und entscheidenden Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag kandidiert der linksnationalistische Oberst Lucio Gutierrez als klarer Favorit gegen den Rechtspopulisten Alvaro Noboa, der mit dem noch amtierenden Staatsoberhaupt nicht verwandt ist.
Zwölf Tote bei Explosion in Algerien
Bei einer Gasexplosion in einer Bäckerei im Westen Algeriens sind zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Wie die Nachrichtenagentur APS am Donnerstag berichtete, wurden bei der Detonation am Vortag in Sebdou weitere 21 Personen verletzt. Ursache des Unglücks war offenbar ein Leck in einem Propangastank. Die Wucht der Explosion ließ auch die Fenster einen benachbarten Schule zerbersten und zerstörte die Wohnungen, die über der Bäckerei lagen.
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