Geiselnahme in spanischer Schule unblutig beendet
- Täter von Polizei überrumpelt - Alle Kinder unverletzt
- DIE BILDER: Der blutige Amoklauf von Erfurt (Kasten rechts)
·Amok in Erfurt
NEWS: So lief die Tat ab
·Der Ablauf
Was im Gymnasium in Erfurt geschah
·DIE BILDER
Erfurt trauert nach dem Amoklauf
·Aus aller Welt
Blutige Massaker an Schulen
Das Geiseldrama in einer Schule nahe Barcelona ist am Montagabend nach gut vier Stunden unblutig beendet worden. Die Polizei konnte den 17-jährigen Täter festnehmen und die vier Kinder, die er noch in seiner Gewalt hatte, unverletzt befreien. Ein Zivilfahnder hat den mit einem Messer bewaffneten Täter überrumpelt, als er diesem als Bote verkleidet eine Pizza brachte, berichtete der Rundfunk. Der 17-Jährige wurde noch in der Nacht einem Jugendrichter
vorgeführt.
Bei dem vermummten Geiselnehmer handle es sich um einen ehemaligen Schüler des Lehrinstituts, der mehrfach sitzen geblieben war. Er hatte 1,5 Millionen Euro für die Freilassung seiner ursprünglich 26 Opfer verlangt, die er andernfalls umzubringen drohte. Unter den Geiseln war auch die Schwester des 16-Jährigen.
Der Täter wurde unter wütenden Protesten einer Menschenmenge in einem Polizeiwagen abgeführt. Er war gegen 15.30 Uhr in eines der Klassenzimmer der Schule "Casal de los Angeles" im Vorort L'Hospitalet de Llobregat gestürmt und hatte zunächst 25 Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren sowie deren Lehrerin in seine Gewalt gebracht.
"Die Schüler schrien und weinten, sie waren völlig verängstigt", sagte eine Lehrerin. Vermittler der Polizei erreichten, dass der Täter später 21 seiner Geiseln nach und nach freiließ. Sie gelangten über den Hof ins Freie. Einem der Opfer soll er ein Messer an den Hals gehalten haben. Der Kidnapper war auf das Gelände gelangt, indem er sich für einen Schüler ausgab.
Eliteeinheiten der Polizei hatten die zu einem Kirchenorden gehörende Schule stundenlang umstellt. Auch mehrere Krankenwagen eilten zum Tatort. Draußen spielten sich unterdessen dramatische Szenen ab: Unter den Hunderten von Schaulustigen waren viele Eltern, die von Psychologen betreut werden mussten. Die Schule wird von rund 1.000 Schülern besucht. Die restlichen Schüler waren unmittelbar nach Beginn des Geiseldramas von der Polizei in Sicherheit gebracht worden.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
