Haider teilt weiter aus: "Schüssel, der Wahnsinnige"
- In FORMAT: "Sind das FPÖ-Rettungskommando"
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Haider wahlkämpft nun bundesweit!
Jörg Haider im Wahlkampf - da ist er in seinem Element. Bei einer FPÖ-Veranstaltung in Wels schoss er sich erneut auf Kanzler Schüssel ein. Unter anderem bezeichnete er den VP-Chef wenig schmeichelhaft als "der Wahnsinnige" (ausführliche Story im Kasten rechts!). Im neuen FORMAT spricht er von einem "Rettungskommando", um die FPÖ vor dem totalen Absturz zu bewahren. Und auch da ist er nicht zimperlich: Haider fordert Grasser zum Rücktritt als Minister und zum Austritt aus der FPÖ auf!
Grasser sei auf einem Ticket der FPÖ in der Regierung und könne daher nicht einfach Politik für die ÖVP machen. Haider in FORMAT auf die Frage ob Grasser aus der FPÖ austreten müsse: "Freilich. Und wenn er nur einen Funken von Anstand hat, dann müsste er zumindest seinen Ministerposten zurücklegen."
Haider wird Köpfe rollen lassen
Weiters kündigt Haider ein Köpferollen in der FPÖ an. Es gebe eine ganze Reihe von "Leuten, die vom Aufstieg profitiert haben und die nicht bereit sind, auch bei Gegenwind ihren Mann zu stehen. Da ist ein Reinigungsprozeß notwendig." Haider: "Es gibt viele Mitläufer, so wie den Herrn Grasser, die nur die schönen Seiten der FPÖ erlebt haben. Leute, die nie für etwas einstehen mussten und auf den Schultern meines Erfolgs das geworden sind, was sie heute sind. Die sollten sich aus der Politik zurückziehen." Mit Ausnahme von Grasser wollte Haider vorerst noch keine Namen nennen.
Wahlkampf-Einsatz als "Rettungskommando"
Seinen bundesweiten Einsatz im Wahlkampffinale bezeichnete Haider als "Rettungskommando - um die FPÖ vor einem Totalabsturz zu bewahren". Nach der Wahl könne die FPÖ "von einer guten Grundlage aus neu starten können." Er selbst werde dann als "Helfer, Berater und Unterstützer zur Verfügung stehen"
Ob er wieder an die Spitze der FPÖ zurückkehre hänge vom "Rahmen des Gesamtkonzeptes" nach der Wahl ab. Dann werde er entscheiden wo sein Platz sei. Auf jeden Fall "vorerst einmal in Kärnten." Zumindest bis 2004 danach "werde man sehen" was er mache.
Haupt soll über Regierungszukunft entscheiden
Für die FPÖ sei ein Ergebnis von "15 Prozent aufwärts auf jeden Fall eine Größenordnung, mit der man auch die Kraft hat, zu regieren". Ob die FPÖ unterhalb der 15 Prozent Marke in Opposition geht sei die Entscheidung von Parteichef Herbert Haupt.
Wieder Attacken gegen Grasser
Schwere Vorwürfe erhebt Haider gegen Grasser in Zusammenhang mit dem Abfangjägerkauf. Es sei für Politiker immer gefährlich, wenn sie sich "ins Schlepptau von irgendwelchen Wirtschaftsgrößen nehmen" lassen. Das zeige das Beispiel Grasser. Haider: "Zuerst macht er mobil gegen die Abfangjäger, dann gibt es Interventionen vom Magna-Generaldirektor, und dann plötzlich kommt die Zustimmung im Regierungskollegium. Das ist klar nachvollziehbar. Jemand, der wie Grasser Wert darauf legt, unabhängig zu sein, hat die größte Abhängigkeit der letzten Jahre bewiesen." Das sei zwar "nicht unbedingt strafrechtlich relevant, aber auf jeden Fall "nicht schön und moralisch sehr bedenklich."
Die ganze Story und alle Hintergrundberichte zur Wahl 2002 lesen Sie im neuen FORMAT.
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