Montag, 18. November 2002

Kaum zu glauben: 16 Prozent glauben Wahlversprechen

  • Österreicher glauben an "Ehrlichkeit" der Politiker
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Das wird selbst die Politiker überraschen: Immerhin 16 Prozent der Österreich glauben, dass die Wahlversprechungen der Parteien nach der Wahl auch eingehalten werden. Aber: 62 Prozent, also fast zwei Drittel, der Bevölkerung sind weit weniger zuversichtlich. Sie rechnen damit, dass die Zusagen nach der Wahlen "vergessen" werden. Etwas im Widerspruch dazu stehen die Einschätzungen zur "Ehrlichkeit" der Politiker: Die wird durchaus angenommen.

Diese Umfrageergebnisse wurden von der SP-nahen Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) am Montag bei einer Pressekonferenz präsentiert. Etwas im Widerspruch dazu stehen die Einschätzungen zur "Ehrlichkeit" der Politiker, die durchaus angenommen wird. Die Umfrage wurde von Mitte Oktober bis Anfang November unter 1.377 wahlberechtigten Österreichern in Form von Telefoninterviews durchgeführt.

Österreicher glauben an "Ehrlichkeit" der Politiker
Obwohl fast zwei Drittel nicht an die Erfüllung der Wahlversprechen glauben, gaben immerhin 64 Prozent an, "sehr großes" oder "großes" Vertrauen in die "Ehrlichkeit" der jeweils am ehesten gewünschten Regierungskoalition zu haben. Herbert Skarke von der SWS versuchte dafür eine Erklärung zu liefern: Die Bevölkerung unterstelle den Politikern zwar mehrheitlich, ehrliche Absichten zu haben. Man nehme aber scheinbar an, dass die Politiker auf Grund der Umstände und der Rahmenbedingungen ihre Versprechen nicht einhalten könnten.

Bei der Frage, welche Probleme am ehesten gelöst werden könnten, wurden Steuererleichterungen, Sicherung der Pensionen, Steigerung des Ansehens Österreichs und die Verringerung der Arbeitslosigkeit am häufigsten genannte. Diese Antworten bekamen durchwegs über 60 Prozent Zustimmung. Ein ausgeglichenes Budget wurde hingegen nur von 44 Prozent genannt und bekam damit von 14 vorgegebenen Antworten die geringste Zustimmung.

18.11.2002 18:33