Samstag, 23. November 2002

Mann randalierte in Feldkirch mit Pfeil & Bogen

  • Ländle-Kobra überwältigte rabiaten Frührentner aus Braunau

Für einen ungewöhnlicher Einsatz der Ländle-Kobra hat Freitagnachmittag im Hotel "Bären" in Feldkirch ein 43-jähriger Frührentner aus Braunau (OÖ) gesorgt. Der rabiate Mann drohte, irgend einen Uniformierten mit Pfeil und Bogen zu erschießen. Der Oberösterreicher wurde von der Gendarmerie-Sondereinheit rechtzeitig überwältigt und anschließend in die Landes-Nervenheilanstalt Valduna (Rankweil) eingeliefert.

Wie die Ermittlungen ergaben, wurde durch das rasche Eingreifen möglicherweise ein blutiger Amoklauf verhindert. Der Mann hat vor fünf Jahren in Braunau bereits einmal durchgedreht und mit einer Präzisionsschleuder auf Gendarmen, Passanten und Ärzte geschossen.

Am frühen Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr meldete sich ein 43-Jährige telefonisch bei seinem Bewährungshelfer und teilte ihm mit, dass es ihm nicht gut gehe und dass er sich bewaffnet hätte. Er habe mehrere Messer und einen Pfefferspray bei sich und auch einen Jagdbogen samt Pfeilen gekauft. Damit wolle er einen ihm eventuell in Feldkirch zufällig begegnenden Uniformierten umbringen. Der Bewährungshelfer schätzte die Situation wegen des Vorfalls von 1997 in Braunau als sehr gefährlich ein. Da mit einer akuten Selbst- und Fremdgefährdung des Mannes zu rechnen war und er außerdem bereits mit dem Bogen um die Schulter geschnallt durch das Hotel "Bären" marschierte, wurde die Sondereinsatzgruppe (SEG) Vorarlberg alarmiert.

Die Mannen der Ländle-Kobra konnten den Verwirrten ohne Blutvergießen festnehmen und in die Valduna einliefern. Bei der Durchsuchung des Hotelzimmers wurden u.a. mehrere Jagdmesser, Pfeffersprays sowie aufschraubbare Metall-Pfeilspitzen für den Jagdbogen sichergestellt.

23.11.2002 11:19