Einbrecher sprang aus fahrendem Gendarmerie-Auto!
- Steiermark: 2 Serien-Täter gefasst, 50.000 Euro Schaden

Lange suchten die Fahnder nach den Serientätern: Sie hatten 100 Einbrüche mit 50.000 Euro Schaden verübt. Jetzt schnappten Gendarmen in Judenburg zwei Verdächtige. Doch einer der Männer wollte partout nicht in die Zelle - er sprang auf dem Weg zum Posten aus dem fahrenden Gendarmerie-Auto und flüchtete!
Die Einbruchserie begann im Oktober des vorigen Jahres. Damals war einer der mutmaßlichen Täter, der arbeitslose Manuel F. (18) aus Zeltweg, aus der Haft entlassen worden. Gemeinsam mit dem 19-jährigen Bulgaren Borislav R. soll er seither in den Bezirken Judenburg, Knittelfeld, Wolfsberg und Völkermarkt über 100 Einbruchsdiebstähle begangen haben. Die Diebestouren beschränkten die jungen Männer auf Einbrüche in Garten- und Vereinshütten, Lokale, Autos und Zeitungskassen. Außerdem wird ihnen der Diebstahl von Treibstoff, Kennzeichentafeln und Autoanhängern angelastet.
Der 18-jährige F., der keinen Führerschein besitzt, verwendete auf den teilweise auch alleine ausgeführten Beutezügen ein nicht zum Verkehr zugelassenes Fahrzeug, auf dem er gestohlene Kennzeichen montiert hatte. Die zwei mutmaßlichen Täter erbeuteten auf ihren Touren vorwiegend Werkzeug und Maschinen, Zigaretten, Mobiltelefone, diverse Bekleidungsartikel und Bargeld. Der Gesamtschadenssumme - Diebesgut und Sachschaden - beläuft sich auf rund 50.000 Euro.
Am Mittwoch wurde die beiden verhaftet. Von der Staatsanwaltschaft Leoben wurde eine Einlieferung in die Justizanstalt angeordnet. Während die Beamten Manuel F. zum Posten Judenburg eskortieren wollten, gelang ihm die Flucht. Er sprang aus dem fahrenden Wagen. Der Obersteirer konnte aber Donnerstag früh von einer Gendarmerie-Patrouille in Völkermarkt wieder verhaftet werden. Dabei wurde auch ein Warnschuss abgegeben. Verletzt wurde niemand.
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