Dienstag, 19. November 2002

Touristin aus Innsbruck in Guatemala getötet

  • Räuber errichteten Straßensperre und überfielen Kleinbus
  • Drei weitere Österreicher blieben unverletzt

Tod im Urlaub! Eine Urlauberin aus Österreich ist in Guatemala von Straßenräubern erschossen worden. Es handelt sich um die 1940 in Wien geborene und in Innsbruck wohnhafte Waltraud A. Das bestätigte eine Sprecherin der österreichischen Botschaft in dem lateinamerikanischen Land.

Die getötete Touristin war mit drei weiteren Österreichern - ihrem Ehemann und einem Paar aus Wien - sowie einem Italiener mit einem Kleinbus von Antigua Guatemala zum Atitlan-See unterwegs. Zehn maskierte und bewaffnete Männer in Tarnanzugen sollen das Fahrzeug mittels einer Sperre der Bergstraße gestoppt und sofort geschossen haben. Die 62-Jährige (richtig) wurde getroffen und war sofort tot, so die Zeitung.

"Es war ein Überfall, wie er hier oft vorkommt", so die Botschaftssprecherin. "Vermutlich wollten die Räuber den Lenker treffen." Für die Innsbruckerin kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Tatort. Die anderen geschockten Reisenden wurden kaltblütig ausgeraubt, blieben aber unverletzt. Sie mussten alle Wertgegenstände und ihre Papiere aushändigen. Dann flüchteten die Täter in die Berge, berichtete die guatemaltekische Tageszeitung "Prensa Libre" in ihrer Online-Ausgabe (http://www.prensalibre.com).

Laut "Prensa Libre" hatte ein zur Verfolgung der Kriminellen eingesetzter Polizei-Hubschrauber einen (nicht näher beschriebenen) Unfall. Die Insassen blieben unverletzt. Die Tourismusbehörde von Guatemala kündigte an, die nötigen Schritte zur Überführung der Leiche zu ergreifen.

Guatemala gilt für Touristen als eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Im Zusammenhang mit Aufenthalten in dem Staat weist das Außenministerium in Wien "allgemein auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung" hin. Die Kriminalität in dem Land ist in der jüngsten Zeit angestiegen, in Sachen bewaffneter Überfälle auf Touristen registriert die Behörde eine "drastische Erhöhung". Daher sei bei Reisen "zu erhöhter Vorsicht" geraten.

19.11.2002 07:55