Montag, 18. November 2002

Mann wollte in Wien-Mariahilf Streit schlichten - 15 Messerstiche

  • Courage mit Gesundheit bezahlt

Bereits am vergangenen Freitag ist ein Mann in Wien-Mariahilf auf offener Straße niedergestochen worden. Der Verletzte hatte einen Streit zwischen dem späteren Angreifer und dessen Freundin beobachtet. Als er einschreiten wollte, bezahlte er seine Courage mit seiner Gesundheit, berichtet die Polizei. Der Täter und dessen Freundin entkamen.

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 0.50 Uhr in der Mariahilfer Straße. Laut Polizei habe der Verletzte gesehen, wie ein etwa 18 bis 20 Jahre alter Mann, vermutlich Türke, mit einem Mädchen - offenbar dessen Freundin stritt. Dabei soll es zwischen dem schlanken Angreifer, der nackenlange glatte Haare mit Mittelscheitel trug und dunkle Ringe unter den Augen hatte, und dem etwa 18-jährigen Mädchen zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Als der Zeuge helfen wollte, wurde er von dem Verdächtigen zu Boden gestoßen. Danach stach der junge Mann 15 Mal auf sein Opfer ein. Danach flüchtete der Verdächtige, der u.a. mit grauer Daunenjacke, Jeanshose und schwarzen Sportschuhen bekleidet war, mit seiner Begleiterin.

Der Messerstecher sei auf Grund seines Aussehens vermutlich dem Drogenmilieu zuzurechnen. Seine Begleiterin, die von schlanker Statur ist und blondes, langes, am Hinterkopf zusammengebundenes Haar trägt, sei von gepflegtem Äußeren. Hinweise erbittet die Polizei unter der Tel. Nr. 589 69/4313 DW.

18.11.2002 16:04