Libro-Verkauf geht ins Finale
- Familie Stern versus Taus/Sotsas
- Gläubigerausschuss stellt heute die Weichen
·Libro-Filialen
Aufbau wird noch 40 Mio. € kosten
Der Verkauf der insolventen Buch- und Medienhandelskette Libro geht ins Finale. Bei der heutigen Gläubigerausschusssitzung werden die Weichen für die geplante Versteigerung gestellt. Am kommenden Sonntag, den 17. November, dürften dann nur mehr zwei Bietergruppen gegen einander antreten: Die Familie Stern mit Donau-Design-Chef Georg Stern und der Chef der Buchhandelskette Frick, Wilhelm Sotsas, mit dem Industriellen Josef Taus.
Als weiterer Interessent ist nach wie vor der ehemalige Herlango-Manager Thomas Theuretzbacher im Spiel. Ein viertes Angebot wurde von einem internationalen Fonds angekündigt. Sollte der Verkauf scheitern, kommt der US-Liquidations-Profi Gordon Brothers zum Zug, der bereits 30 Libro-Filialen verwertet hat und sich bereit ist, das Weihnachtsgeschäft vorzufinanzieren.
Die Gordon Brothers haben, wie berichtet, 20 Mill. Euro für Libro geboten. Abzüglich der Personalkosten und Mieten würden in diesem Fall der Masse rund 5 Mill. Euro bleiben. Diesen Betrag müssten die Bieter demnach mindestens auf den Tisch legen.
Insgesamt stehen 216 Libro-Filialen mit rund 1.500 Mitarbeitern zum Verkauf. Insider gehen davon aus, dass die Buchhandelskette mit 150 bis 170 Filialen erfolgreich zu betreiben wäre.
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