Siemens prüft Unternehmensverlegung nach Österreich
- Wien oder Salzburg als Standort möglich
- Experten sollen Steuervorteile prüfen
Der Siemens-Konzern prüft einem Zeitungsbericht zufolge eine Verlegung seines Firmensitzes von München nach Österreich. Nach Informationen des "Münchner Merkur" (Mittwochausgabe) prüft eine Frankfurter Steuerkanzlei ein Modell für eine Ansiedlung in Wien und Salzburg. Siemens dementiert die Berichte.
"Eine Verlagerung des Firmensitzes steht nicht auf der Tagesordnung", sagte eine Siemens-Sprecherin am Mittwoch. Zudem sei nicht zutreffend, dass Siemens die Unternehmensberatung Ernst & Young mit der Prüfung eines Umzugs beauftragt habe.
Der Zeitung zufolge sollen Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst und Young für den Konzern prüfen, welche Steuervorteile ein Umzug nach Österreich bringen würde.
Nach Angaben des "Merkur" beschäftigt Siemens weltweit rund 438.000 Mitarbeiter, davon 177.000 in Deutschland. Von den rund 36.000 Arbeitsplätzen am Firmensitz München seien bei einem Umzug nur wenige bedroht, da bei einer Verlegung ins europäische Ausland aus steuerlichen Gründen "in den meisten Fällen" nur der Vorstand umziehen müsse.
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