Fiat-Belegschaft blockierte Flughafen von Palermo
- Neue Proteste gg. geplante Stilllegung des Werkes von Termini
Die Belegschaft des von der Schließung bedrohten Fiat-Produktionswerks in Termini Imerese hat am Dienstag den Zugang zum Flughafen von Palermo blockiert. Die Arbeitnehmer und ihre Familienangehörige, die sich gegen die am 2. Dezember geplante Stilllegung der Produktion wehren, belagerten alle Eingänge des Flughafens "Falcone-Borsellino". Die Polizei versuchte vergebens die Arbeitnehmer zu überreden, auf ihre Protestaktion zu verzichten.
"Wir wollen die Flugverbindungen vollständig blockieren und dem ganzen Land klar machen, dass wir zu allem bereit sind, um die Stilllegung des Fiat-Werks zu verhindern", sagte der Gewerkschaftssprecher Roberto Mastrosimone. Am Montag hatten die Arbeitnehmer des sizilianischen Werks den ganzen Tag lang den Hafen blockiert, was zu chaotischen Zuständen in Palermo geführt hatte.
Die Sperrung des Flughafens könnte dramatische Folgen für Sizilien haben. Der Airport von Palermo ist der einzig noch offene Flughafen auf der Mittelmeerinsel. Der Flughafen von Catania ist seit vergangene Woche wegen des Ascheregens gesperrt, den der Vulkan Ätna auf die sizilianische Stadt speit.
Seit vergangene Woche belagern die rund 1.800 Fiat-Arbeitnehmer und ihre Familien die Fabrikanlagen in Termini Imerese und verhindern die Auslieferung der zum Verkauf bereiten Autos. Am Samstag war es zu erheblichen Spannungen gekommen, nachdem aufgebrachte Arbeiter einige Autos in Brand setzten. "Wir fordern vom italienischen Staat einen aktiven Einsatz zur Rettung unserer Produktionsanlagen. Wenn die Fiat-Werke sperren, sind wir alle zur Emigration gezwungen. In diesem Teil Siziliens gibt es kaum andere Beschäftigungsmöglichkeiten", so Mastrosimone.
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