Pirelli plant Streichung von 2.400 Arbeitsplätzen
- Konzern klagt über "Krise ohnegleichen"
- Verluste von 407 Mill. Euro seit Jahresbeginn

Der italienische Reifen- und Kabelhersteller Pirelli - auch bekannt für seinen alljährlich viel beachteten Kalender - will seinen Umstrukturierungsprozess beschleunigen. Demnächst wird die Streichung von 2.400 Arbeitsplätzen in sechs Produktionswerken in die Wege geleitet.
Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, sollen 90 Prozent der Stellen im Ausland gestrichen werden. Der Rationalisierungsprozess soll dem Unternehmen bis Ende 2002 Einsparungen in Höhe von 260 Mill. Euro ermöglichen.
In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust im Wert von 407 Mill. Euro. Im Vergleichszeitraum 2001 hatte Pirelli noch einen Gewinn von 215 Mill. Euro gemeldet. Der Umsatz der Gruppe sank seit Jahresbeginn um 11 Prozent auf 4.810 Mill. Euro.
Die negativen Resultate sind einer "Krise ohnegleichen" zuzuschreiben, die seit über einem Jahr den Markt der Telekom-Infrastrukturen belaste, schrieb Pirelli. Der Konzern blickt mit wenig Optimismus in die Zukunft. Das Resultat des Gesamtjahres 2002 werde unter den Erwartungen liegen, hieß es.
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