Arantxa Sanchez-Vicario erklärt ihren Rücktritt

Die Karriere von Arantxa Sanchez-Vicario ist zu Ende. Nach 17 Profi-Jahren erklärte die 30-jährige Spanierin, zuletzt beim Fed Cup im Halbfinale noch Gegnerin von Barbara Schett und Patricia Wartusch, am Dienstag in Barcelona ihren Rücktritt. "Es war keine leichte Entscheidung, aber ich glaube der Moment ist gekommen, meine Zeit nun meinem persönlichen Leben zu widmen", sagte Sanchez-Vicario bei einer Pressekonferenz.
Sanchez-Vicario, die am 18. Dezember 31 wird, war eine der prägenden Persönlichkeiten dieses Sports der neunziger Jahre. Sie gewann insgesamt 29 Einzeltitel, darunter drei Mal die French Open sowie ein Mal die US Open. Im Fed Cup verhalf sie ihrem Land zu insgesamt fünf Triumphen, außerdem ist sie in diesem Mannschaftsbewerb absolute Rekordspielerin (u.a. 100 Fed-Cup-Matches). Schon vor vier Jahren hat die quirlige kleine Arantxa, deren große Stärke ihr enormer Kampfgeist war, den "Principe de Asturias"-Award, die höchste Sportauszeichnung ihrer Heimat, erhalten.
Tränen beim Fed Cup
Möglicherweise hat auch ein Erlebnis im Fed-Cup-Endspiel gegen die Slowakei auf Maspalomas eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt: Die verletzt angetretene Arantxa war gegen Janette Husarova chancenlos, lag mit 0:6,0:1 zurück, als ein "Fan" hereinschrie, warum sie denn überhaupt noch spiele, wenn sie so langsam und schwach sei. Das Publikum buhte den Zuschauer zehn Minuten lang aus, während Arantxa auf der Bank sitzend in Tränen ausbrach. Ein Schlüsselerlebnis für die sonst so erfolgreiche Sanchez-Vicario, die aber im gesamten Jahr ihre mit Abstand schwächsten Leistungen seit Jahren gezeigt hat.
17 Millionen Dollar aus Preisgeldern
Sie folgt damit ihren nicht so erfolgreichen Brüdern Emilio und Javier ins Ausgedinge. Mit rund 17 Millionen Dollar allein aus Preisgeldern hat Sanchez-Vicario freilich schon lange ausgesorgt.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
