Erneut Panne in japanischem Atomkraftwerk
- Radioaktives Kühlwasser in Fukui ausgelaufen
In Japan ist es erneut zu einem Zwischenfall in einem Atomkraftwerk gekommen. Ein Meiler in der Provinz Fukui musste am Freitag heruntergefahren werden, nachdem seit Tagen tonnenweise radioaktives Kühlwasser aus dem Reaktorcontainer ausgelaufen war, wie der Betreiber Kansai Electric Power der Presse mitteilte.
Seit Bekanntwerden des Lecks am Dienstag seien 5,6 Tonnen Kühlwasser ausgelaufen. Nach Behördenangaben sei die Radioaktivität jedoch so gering, dass das Leck keine Gefahr für die Umwelt mit sich bringe.
Da sich das Leck verschlimmert habe und die Menge des austretenden Wassers von anfangs 60 Liter pro Stunde bis zum späten Vortag auf mehr als 300 Liter pro Stunde angestiegen war, habe man mit der Abschaltung des Meilers begonnen, hieß es. Nach Angaben der Behörden trat das Leck im primären Kühlsystem des Reaktors Nummer 3 in der Atomkraftanlage Mihama auf.
In der Vergangenheit ist es in japanischen Atomkraftwerken immer wieder zu Pannen gekommen. Der bisher schwerste Unfall ereignete sich vor drei Jahren in einer Uranverarbeitungsanlage in Tokaimura. Damals starben zwei Arbeiter, mehrere hunderte Anwohner wurden radioaktiver Strahlung ausgesetzt.
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