Donnerstag, 14. November 2002

Britische Feuerwehrleute beenden Ausstand

  • Ältere Menschen starben bei Hausbränden

Die britische Berufsfeuerwehr hat Freitag Abend ihren 48-stündigen Streik zur Durchsetzung von Lohnerhöhungen beendet. Premierminister Tony Blair verurteilte den Ausstand und weitere geplante Streikaktionen der mehr als 50.000 Feuerwehrleute am Freitag als "unverantwortlich."

Während des Streiks, der Mittwoch Abend begonnen hatte, wurden die Armee und die freiwillige Feuerwehr zur Brandbekämpfung und Notfallversorgung eingesetzt. Bei Hausbränden starben in dieser Zeit sieben Menschen. In Manchester ging eine Lagerhalle mit Feuerwerkskörpern in Flammen auf.

Vielerorts führte der Streik zu großen Verkehrsproblemen. In London fielen zahlreiche U-Bahnen aus, weil sich die Fahrer aus Sicherheitsgründen weigerten, ihren Dienst anzutreten: Manche U-Bahn-Stationen liegen nach ihrer Darstellung so tief, dass ein Feuer dort von den Löschtruppen des Militärs nicht bekämpft werden könnte.

Die Regierung will bei einer Fortsetzung der Streiks erwägen, moderne Löschzüge der Feuerwehr zu beschlagnahmen und dem Militär zur Verfügung zu stellen. Der nächste Ausstand soll acht Tage dauern und ist vom 22. bis zum 30. November geplant. Die Feuerwehrleute fordern eine Lohnerhöhung von 40 Prozent. Die Arbeitgeber - die lokalen Behörden - bieten elf Prozent.

14.11.2002 08:57