Drei afrikanische Staaten dürfen mit Elfenbein handeln
- Plenum der Artenschutzkonferenz muss noch zustimmen

Südafrika, Botswana und Namibia haben die vorläufige Zustimmung der UN-Artenschutzkonferenz in Chile zum begrenzten Handel mit Elfenbein bekommen. Die UN-Konvention zum internationalen Handel mit gefährdeten Tierarten (CITES) stimmte am Dienstag den Anträgen der Regierungen zu, einmalig insgesamt über 60 Tonnen Elfenbein verkaufen zu dürfen.
Die Entscheidung, die mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zu Stande kam, muss allerdings noch am Freitag im CITES-Plenum bestätigt werden.
Der Handel mit afrikanischem Elfenbein war 1989 nach einem Rückgang der Elefantenpopulation in Teilen Afrikas international verboten worden. Neben Botswana, Namibia und Südafrika haben auch Simbabwe und Sambia Anträge gestellt, eine bestimmte Menge Elfenbein verkaufen zu dürfen. Sie machen geltend, dass sich die Elefantenpopulation erholt habe und mittlerweile in Grenzen gehalten werden müsse. Die Anträge Simbabwes und Sambias wurden jedoch mit der Begründung zurückgewiesen, die Regierungen dort hätten noch nicht bewiesen, dass sie die Elefantenherden in ihren Ländern angemessen überwachen und schützen können.
Befürworter des Handelsverbots befürchten eine Zunahme der Wilderei, sollten die Vorschriften gelockert werden. Botswana und Namibia hatten ursprünglich eine Erlaubnis zum jährlichen Verkauf einer bestimmten Elfenbeinmenge gefordert, sich nach Gegenvorschlägen aus den USA aber auf die einmalige Handelsgenehmigung eingelassen.
Eritrea, wo nur noch wenige Elefanten überlebt haben, nannte die Entscheidung vom Dienstag eine gefährliche Botschaft. "Wir haben eine Botschaft geschickt, dass der afrikanische Elefant nicht mehr so sicher ist wie noch gestern", sagte Delegationsleiter Hagos Yohannes. Auch Kenia, ein vehementer Befürworter des Handelsverbots, warnte, eine neue Welle von Wilderei könne viele afrikanische Länder überfordern.
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