Explosion in dt. Munitionslager: Vier Tote gefunden
- Ursache der Tragödie noch unklar

Bei der Explosion eines Munitionsbunkers in Lübben in Brandenburg sind nach Angaben der betroffenen Firma vier Mitarbeiter ums Leben gekommen. Das teilte die Industriepark Spreewerk Lübben GmbH am Mittwoch mit. Die Polizei sprach dagegen offiziell von zwei Toten, zwei weitere Männer würden vermisst.
Das zweite Todesopfer war am Mittwochmorgen gefunden worden. Schon am Vortag war ein 26-jähriger Mitarbeiter der Munitionsentsorgungsfirma als Opfer identifiziert worden. Die Ursache der Explosion vom Dienstag ist laut Polizei weiter unklar.
In dem Bunker, in dem bis zu sechs Fliegerbomben gelagert werden können, hatte es mindestens eine Detonation gegeben. Die vier Opfer im Alter von 26, 27, 50 und 59 Jahren sollen sich dabei in und vor dem Gebäude befunden haben. Die Reste des völlig zerstörten Bunkers liegen laut Polizei auf einer Fläche von etwa 100 mal 100 Metern verstreut. Im Jänner 2001 hatte es auf dem Gelände der Firma aus ungeklärter Ursache gebrannt, ein Mensch wurde leicht verletzt.
Vor der Wende produzierte das Werk Kleinwaffenmunition der DDR. 1990 wurde die Anlage zur Entsorgung der DDR-Munition umgerüstet. 1992 kaufte die US-Firma General Atomics den Betrieb von der Treuhand. Nach eigenen Angaben entsorgt das Unternehmen unter anderem Landminen, Handgranaten, Boden-Luft-Raketen, Kleinkaliber-Munition sowie Leucht- und Brandbomben aus dem In- und Ausland.
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