Dienstag, 12. November 2002

Dauerregen brachte neue Hochwasserwelle in Bayern

  • Passau wieder betroffen

Anhaltende Regenfälle haben in zahlreichen Orten Bayerns die Flüsse über die Ufer treten lassen. Sowohl im Maingebiet als auch entlang der Donau wurde am Dienstag mit Hochwasser-Meldestufe Drei die zweithöchste Warnstufe erreicht. Für die nächsten Tage erwarten die Meteorologen eine Wetterbesserung. Das abfließende Wasser könnte aber in Passau und an anderen Orten zu neuen Überschwemmungen führen.

Am Dienstagnachmittag wurde für Passau ein Donaupegel von acht Metern erwartet. Diese Marke wurde in diesem Jahr in der Dreiflüssestadt bereits mehrfach überschritten. Bei der Flutkatastrophe in August stand die Donau bei knapp elf Metern. Am Rande der Passauer Altstadt musste eine Uferpromenade gesperrt werden.

In Franken waren vor allem die Flüsse Aisch und Itz betroffen, die Fluten haben dort mehrere Landstraßen unpassierbar gemacht. In einigen Häusern liefen die Keller voll. Das Landesamt für Wasserwirtschaft erwartete an beiden Flüssen noch leicht steigende Pegelstände.

Auch Regnitz und Rednitz waren vielerorts über die Ufer getreten, setzten aber meist nur Wiesen unter Wasser. Am Main war die Lage am Dienstag noch entspannt, allerdings wurde auch dort mit einem Anstieg der Pegelstände gerechnet. Hochwasser wurde auch an einigen Orten in der Oberpfalz registriert.

12.11.2002 13:33