Bisher größter Castor-Transport rollt nach Deutschland
- Mehr als 300 Polizisten begleiten Zug mit 12 Atommüll-Behältern
Der bisher größte Castor-Transport nach Gorleben hat am Montagabend in Frankreich begonnen. Ein von mehr als 300 Polizisten begleiteter Zug mit zwölf Atommüll-Behältern setzte sich gegen 19.10 Uhr vom Verladebahnhof der Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Bewegung, wie die französische Atomfirma Cogema berichteten.
Der Zug soll nach Angaben des "Netzwerks für den Atomausstieg" durch die Normandie, Nordfrankreich, die Champagne und Lothringen ins Elsass rollen. An der deutschen Grenze bei Lauterburg wird der Transport am (morgigen) Dienstagnachmittag gegen 15.40 Uhr erwartet.
Die zwölf Behälter waren auf Tiefladern von der rund 30 Kilometer entfernten Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Valognes gebracht und dort auf Waggons verladen worden. Für die Polizisten wurden drei Wagen angekoppelt.
Die Abfahrt in Valognes wurde von symbolischem Greenpeace-Protest begleitet. Atomkraftgegner planten keine größeren Aktionen in Frankreich. Der hochradioaktive Atommüll wird in rund sechs Meter hohen Transportbehältern vom Typ Castor HAW 20/28 mit je 28 Glaskokillen transportiert. Ein beladener Castor hat ein Gewicht von jeweils gut 110 Tonnen.
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