Grasser in FORMAT: "Mobbing war unerträglich"
- Über die Folgen von Knittelfeld und die Rolle Jörg Haiders
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Mit seiner Entscheidung, in Schüssels Team überzulaufen, könnte der ehemalige blaue Liebling den Schwarzen die Mehrheit bringen. Lohn dafür: Finanzminister, Notenbankchef oder EU-Kommissar. In einem Interview in der neuen Ausgabe von FORMAT erzählt Grasser über die Folgen von Knittelfeld, seine Hochachtung vor Wolfgang Schüssel und die Rolle Jörg Haiders. Außerdem redet Grasser erstmals über das Mobbing in seiner Partei.
Format: Als parteifreier Finanzminister müssten Sie sich weder an die 5.000-Euro-Verdienstgrenze der FPÖ halten noch einen Euro Parteisteuer zahlen. War das Teil der Motivation für diesen Schritt?
Grasser: Daran hab ich noch gar nicht gedacht, das war genau null Motivation und hat keinerlei Rolle gespielt.
FORMAT: Aber der Unterschied zwischen Ministereinkommen und Managergehalt in der Privatwirtschaft wird doch ein wenig geringer?
Grasser: Wenn ich Einkommensmaximierung als Ziel gehabt hätte, müsste ich ohne Zweifel in die Privatwirtschaft gehen. Geld war in meinem Entscheidungsprozess gar nicht wichtig
FORMAT: Wie stehen Sie eigentlich zum derzeitigen FPÖ-Chef Herbert Haupt?
Grasser: Herbert Haupt hat auf meine Entscheidung pragmatisch und mit einer gewissen Distanz reagiert. Das rechne ich ihm hoch an.
FORMAT: Haupt hat aber auch erklärt, Sie hätten an der Erklärung von Knittelfeld mitgearbeitet.
Grasser: Ich habe an nichts mitgearbeitet. Zudem geht es beim Thema Knittelfeld nicht nur um das Was, sondern auch um das Wie. Der Knackpunkt war die Inszenierung und die Intention von Knittelfeld. Da haben Leute gegen den Willen und hinter dem Rücken der Parteichefin einen Parteitag einberufen. Der dort geprägte Stil, das Mobbing, einfach die komplette Veranstaltung waren unerträglich. Das ging gegen die Vizekanzlerin, das ging gegen die Regierungsmannschaft.
Lesen Sie das ganze Interview in der neuen Ausgabe von FORMAT.
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