Donnerstag, 14. November 2002

Lebenshaltungskosten sind Thema Nummer 1

  • Wahlausgang nur 3 Stelle - hinter Verbrechen und Katastrophen

Worüber reden die Österreicher? Eine neue Umfrage sagt: Die Lebenshaltungskosten und generell die Preise sind bei den Österreichern Thema Nummer 1. Auf der "Hitliste" folgen "Verbrechen und Katastrophen der letzten Zeit". Erst an dritter Stelle rangiert der Ausgang der bevorstehenden Wahl.

Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS.

Insgesamt rund 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ausgewählte Personen wurden von Mitte Oktober bis Mitte November darüber befragt, über welche Themen sie in letzter Zeit häufig nachgedacht oder mit anderen gesprochen haben. 52 Prozent nannten dabei "Lebenshaltungskosten und Preise". 49 Prozent gaben "Verbrechen und Katastrophen, die in letzter Zeit geschehen sind", als Hauptthema an. "Die Nationalratswahlen und wie die Parteien dabei abschneiden werden", bewegte 44 Prozent der Befragten. "Das Auftreten der Spitzenpolitiker der vier Parlamentsparteien im Wahlkampf" bildete für 39 Prozent Gesprächsstoff, "die Ziele und Programme der Parteien" jedoch nur für 24 Prozent.

Dazwischen schoben sich mit jeweils 43 Prozent "Umweltprobleme" und "das Ausländerproblem, die Zuwanderung aus Osteuropa, Asien und Afrika". 38 Prozent diskutierten über "die Probleme der Altersversorgung", und jeweils 35 Prozent über den "amerikanischen Präsidenten George Bush und seine Politik" sowie über "Vor- und Nachteile der Osterweiterung". 34 Prozent befassten sich mit den "wirtschaftlichen Zukunftsaussichten Österreichs", jeweils 32 Prozent mit dem "Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern" und den "Zuständen im Straßenverkehr". Die "Vorgänge und die Situation in der Firma, in der man beschäftigt ist" waren ebenso für 28 Prozent ein Thema wie "die Beziehungen Österreichs zu Tschechien im Zusammenhang mit Temelin und den Benes-Dekreten" und das "Verhalten des Westens gegenüber dem Irak".

An den letzten Stellen der "Hitparade" der Gesprächsstoffe rangieren "Kirche, Religion, Papst" und "Probleme der Entwicklungsländer", die von 20 Prozent genannt wurden. Weiters "die Auswirkungen der Gen-Forschung", die 19 Prozent beschäftigten und "die Vorgänge in der Hitlerzeit", die für zwölf Prozent ein Thema waren.

14.11.2002 10:52