Föhnsturm verursacht Schäden von über 100 Mio. Euro!
- Nun drohen Muren und Holzschädlinge
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100 Mio. Schaden durch Verwüstung
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Italien, Frankreich im Chaos: BILDER!
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Die Prognose für die nächsten Tage
Der Föhnsturm der vergangenen Tage hat in den betroffenen Bundesländern enorme Schäden, insbesondere in den Wäldern, angerichtet. Der Salzburger Agrarlandesrat Sepp Eisl (V) bezifferte die Sachschäden alleine in seinem Bundesland mit an die 100 Millionen Euro. Dem Föhnsturm sind in Kärnten heftige Niederschläge gefolgt. Vor allem im Drautal, Lesachtal und Gailtal regnet es seit Tagen. Die Folge sind Vermurungen und Überschwemmungen. Sie haben mehrere kleinere Straßen unpassierbar gemacht.
Besonders betroffen sind die Gebirgstäler und der Schutzwald, so Eisl. Bei den großflächig betroffenen Gebieten handle es sich um rund 6.000 Hektar. Jetzt gehe es vor allem darum jene Gebiete zu sichern, bei denen "Gefahr im Verzug" (Möglichkeiten einer Verklausung, etc.) sei.
Der Schaden durch das Hochwasser im Sommer habe rund 50 Millionen Euro betragen, der durch den Sturm nun das Doppelte. Der Bund habe aber zugesagt, dass er helfen werden, sagte der Landesrat.
Im Lungau mussten die ersten Prognosen beträchtlich nach oben revidiert werden, teilte Katastrophenschutzreferent Philipp Santner mit. Insgesamt dürften durch den Föhnsturm rund 800.000 bis 900.000 Festmeter Holz geworfen worden sein. Im Pinzgau sind mindestens 1.400 Hektar Forst total zerstört.
Werte in Millionen Euro-Höhe wurden auch in der Steiermark zerstört. Laut einer ersten Bilanz der Landwirtschaftskammer seien rund eine Million Festmeter, das sind 18 Prozent des jährlichen Holzeinschlags, beschädigt bzw. zerstört worden. Rechnet man mit einem Verlust von zehn Euro pro Festmeter, würde der gesamte, nur der Forstwirtschaft entstandene Schaden zehn Millionen Euro betragen.
Nach der Sitzung der Steiermärkischen Landesregierung am Montag hieß es, dass die Sturmschadenbewältigung eine "gemeinsame Aufgabe von Land und Bund" - so LH Waltraud Klasnic - sein werde. Man werde sich bemühen, aus dem Katastrophenfonds "Hilfestellung" für die Aufräumungsarbeiten zu leisten.
Agrarlandesrat Erich Pöltl, der am Montag gemeinsam mit Kammer-Präsident Gerhard Wlodkowski in den obersteirischen Bezirken eine Schadensbesichtigung vornahm, kündigte eine Unterstützung in der Höhe von fünf Millionen Euro im Verhältnis von 60:40 (Bund - Land) an.
Rund zehn Millionen Euro beträgt der durch den Sturm verursachte Schaden in Tirols Wäldern, teilte Dieter Stöhr von der Landesforstdirektion am Montag mit. Allein in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel gebe es etwa 250.000 Festmeter Sturmholz.
In einer ersten Bilanz war in Kärnten ebenfalls von Schäden in Millionenhöhe die Rede. Allein die Kärntner Elektrizitäts AG (Kelag) beklagt an ihren Leitungen einen Schaden von 700.000 Euro.
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