Autobahnen in Österreich sollen bald sicherer werden
- ÖAMTC freut sich: Nebelwarnungen, Rumpelstreifen, Leitwände
·Geisterfahrer
Geheimwaffen gg. tödliche Fehler
·Verkehrs-Service: LIVE Stau-Cams
Gleich schauen, wo es derzeit staut!
Die Meldungen über Massenkarambolagen und schwere Verkehrsunfälle mit Todesopfern nehmen kein Ende. Vor allem im Urlaubsreiseverkehr. Jetzt sollen zumindest die Hochleistungs-Autobahnen in Österreich "europareif" werden: Mit Nebelwarnungen, Rumpelstreifen, Leitwänden aus Beton und dreispurigem Ausbau. Außerdem werden neue Geheimwaffen gegen Geisterfahrer erforscht.
Es könnte jeden Tag passieren: Extrem dichter Nebel zieht auf. Innerhalb kürzester Zeit kommt es zu mehreren Massenkarambolagen: Menschen sterben, andere werden verletzt. Wieder kommt es zu verkehrspolitischen Debatten.
Die Autofahrerclubs wie der ÖAMTC fordern schon länger eine "Aufrüstung" der Autobahnen mit neuer Sicherheitstechnik. Und jetzt soll sie kommen.
Nebel-Punkte
Die Straßenbaugesellschaft ASFINAG hat die baldige Anbringung von "Nebel-Punkten" an den Seitenstreifen im Abstand von 33 m angekündigt: Zwei Punkte heißen: Tempo 60; ein Punkt heißt: Tempo 40. Aber in einem Punkt sind sich alle Experten einig: Alle technischen Maßnahmen helfen nichts, wenn sich die Autofahrer nicht an die Anweisungen halten.
"Sicherheit braucht Platz"
Die vielen Schmalspur-Autobahnen, die täglich Unfälle verursachen, werden nach und nach verschwinden.
Die A1 wird zwischen Sattledt in Oberösterreich und dem Knoten Steinhäusl in Niederösterreich dreispurig ausgebaut, die A2 zwischen Wien und Guntramsdorf sogar vierspurig.
Und auch Autobahnen ohne Pannenstreifen soll es in Zukunft nicht mehr geben.
Rumpeln gegen Sekundenschlaf
Rumpel-Streifen wecken auf. Spezielle Bodenmarkierungen, so genannte Rumpel-Streifen, erzeugen beim Überfahren ein warnendes Geräusch. Sonder-Ausführungen reflektieren zusätzlich Licht. "Dahinter steckt der Gedanke, dass die Reizung von mehreren Sinnen besonders wirksam ist." Versuche auf der Inntalautobahn verliefen schon erfolgreich. Die Rumpel-Streifen sind zwar deutlich teurer als herkömmliche Markierungen, können aber die Unfallzahlen reduzieren.
Die Nachteile der Rumpelei: Lärmbelästigung für Anrainer und schnelle Abnützung durch den Einsatz von Räumgeräten im Winter.
Beton-Leitwände
Bis Mitte 2004 will die ASFINAG alle Alu-Leitschienen gegen Betonleitwände, wie sie in vielen Ländern schon lange Standard sind, austauschen. Alle neuen Abschnitte mit drei Fahrstreifen verfügen schon über diese Einrichtungen. Die bisher verwendeten Leitschienen widersprechen einer Europa-Norm, weil sie zu leicht durchbrochen werden können.
Parkplatz-Konzept
Außerdem soll jetzt das Ende der schaurig-einsamen, dunklen Autobahnparkplätze ohne ausreichende Beleuchtung kommen. Alle 50 km soll es eine große Raststätte geben, alle 25 km einen Großparkplatz mit ausreichend Licht, einem Kiosk und ordentlichen Toiletten.
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