Mittwoch, 13. November 2002

Steirer handelte mit Hasch-Nudeln und -Schnaps

  • Eigene Hanf-Plantage auf dem Grund der Eltern betrieben

Hasch-Nudeln? Marihuana-Schnaps? Hanf-Kekse? Bis vor kurzem gab es diese ungewöhnlichen Nahrungsmittel bei einem Steirer zu kaufen, nun sitzt er dafür hinter Gittern. Dabei hatte der 34-Jährige die 'Rohstoffe' seiner Erzeugnisse vollbiologisch im eigegen Garten gezüchtet.

Der 34-Jährige gab laut Bericht der Sicherheitsdirektion vom Mittwoch im Zuge der Einvernahmen an, selbst Hanf-Plantagen in der Südsteiermark betrieben zu haben und das geerntete Marihuana u.a. in Nudeln, Keksen und Schnaps verwendet und verkauft zu haben.

Der Obersteirer war bereits Ende September wegen Verdachts des Verbrechens nach dem Suchtmittelgesetz vorläufig in Verwahrung genommen worden. Im Zuge der Befragungen durch die Kriminalisten gab der Mann nun zu, seit 1990 regelmäßig Suchtmittel konsumiert zu haben. Die Drogen habe er bei unbekannten Dealern in einschlägigen Lokalen in Wien und Graz bezogen.

Weiters gestand der Steirer, seit dem Jahr 1998 am Anwesen seiner Eltern in Spielfeld Hanf angepflanzt zu haben, um daraus Marihuana zu gewinnen. Die Ernte verkaufte er an rund zwei Dutzend Abnehmer. Zudem stellte er "Veredelungsprodukte" aus Marihuana her, die er mit größerem Aufschlag ebenfalls weiterverkaufte. Laut Exekutive wurde der Mann nun nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

13.11.2002 09:43