Dienstag, 12. November 2002

Rund 50 Hochwassereinsätze für oö. Feuerwehr

  • Starke Regenfälle führten zu Überflutungen
  • Leichtes Hochwasser in Wien

Rund 50 mal mussten in der Nacht von Montag auf Dienstag in ganz Oberösterreich Feuerwehren zu Hochwassereinsätzen ausrücken. Grund dafür waren die starken Regenfälle in großen Teilen des Landes, die bereits am Montagabend den Wasserpegel gefährlich ansteigen ließen. In der Nacht spitzte sich die Situation dann in einigen Regionen zu. Betroffen waren vor allem das Mühl- und das Innviertel.

In Walding und Rottenegg im Bezirk Urfahr-Umgebung musste von den Einsatzkräften der Damm der "Rodel" zusätzlich mit Sandsäcken verstärkt werden. Das Wasser des Flusses hatte bereits mehrere Wiesen überflutet, auch zahlreiche Häuser waren vom steigenden Wasserspiegel bedroht. Die ganze Nacht lang wurden von den Feuerwehren sowohl im Innviertel - vor allem im Raum Schärding - als auch im Zentralraum immer wieder überflutete Keller ausgepumpt.

Auch Straßenverbindungen waren vom Hochwasser betroffen: So mussten etwa Abschnitte der Eferdinger Bundesstraße vorübergehend gesperrt werden.

Am Dienstagvormittag hörten die Niederschläge auf, daher entspannte sich die Situation.

Leichtes Hochwasser in Wien
Die Donau führte am Dienstag in Wien auf Grund der Regenfälle der vergangenen Tage leichtes Hochwasser. Das Einlaufbauwerk der Neuen Donau wurde um 75 Zentimeter vom Donauwasser überströmt, die Segmentwehre mussten allerdings nicht geöffnet werden. Der Zenit des Wasserstands war gegen 13.00 Uhr erreicht, der Hochwasserdienst der Stadt Wien registrierte am Nachmittag bereits eine leicht fallende Tendenz des Pegels.

"Für den Normalbürger ist das ein kaum merkbares Ereignis", hieß es auf APA-Anfrage beim Hochwasserdienst. Es sei bereits das vierte Mal im laufenden Jahr, dass es zum Überströmen der Wehranlage gekommen sei.

Gerade einmal 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen dadurch am Dienstagnachmittag durch das Entlastungsgerinne. Der Pegel Korneuburg lag bei 5,90 Meter. Zum Vergleich: Beim Katastrophen-Hochwasser im vergangenen Sommer wurden 3.040 Kubikmeter pro Sekunde in der Neue Donau gemessen, der Pegel erreichte 7,87 Meter.

12.11.2002 10:07