Faschingsbeginn mit nassem Narrenwecken in Wien
- Walzerweltrekordversuch fiel ins Wasser

Rund 1.000 Unentwegte trotzten am Montag dem strömenden Regen am Wiener Graben und begrüßten den Fasching. Der angekündigte Weltrekordversuch im Walzertanzen fiel jedoch ins Wasser. Lediglich 80 Paare "plantschten" bei der Pestsäule zu den Kommandos von Klaus Mühlsiegl von der gleichnamigen Tanzschule durch die Lacken.
Pünktlich um 11.11 Uhr wurde dann der "Narr" - Karin Lercher aus Ober St. Veit - geweckt. Zum Regen kam als "Geburtshelfer" neben Bezirksvorsteher Franz Grundwalt noch eine innerliche und äußerliche Sektdusche, was die Protagonistin u.a. mit den Worten quittierte: "Mit Lärm, Brezen und Sekt habt's a mei Leber wieder g'weckt". Wohl beginnt die Faschingssaison offiziell erst am Dreikönigstag, die Vorbereitungen starten jedoch bereits jetzt. Schließlich will auch "narrisch" sein geübt werden ....
Anschließend drehten sich ebenso feucht wie fröhlich die von der Quadrille verbliebenen Paare im Walzertakt, während sich der Rest der Schaulustigen an Sekt und Krapfen labte. Der im Guinness-Buch vermerkte Quadrille-Weltrekord - 568 Tänzerinnen und Tänzer, Gesamtlänge 202,5 Meter aus dem Jahr 1999 - blieb wetterbedingt ebenso unangetastet wie die Marke von 700 Walzertänzern aus dem Vorjahr.
Das für die Faschingssaison 2003 Feder führende Narrenzentrum Ober St. Veit (Schlachtruf "Hahaha Hallotria") rund um "Ministerpräsidentin" Emma Zorga war nicht nur für das Narrenwecken verantwortlich. Die Hietzinger Vereinigung - Gründungsjahr 1886 und damit die älteste Gilde der Metropole - organisiert unter dem Motto "Clowns aller Länder" auch den Wiener Faschingsumzug 2003. Für den 1. März sind die "Wiener und Rinnen" (Originalton Emma Zorga) zur aktiven oder passiven Teilnahme nach Hietzing eingeladen. Die "Ministerpräsidentin" verspricht ein Riesenspektakel.
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